BREMERHAVEN. Eine Schulleiterin in Bremerhaven hat eine Spende des konservativen Bremer Bürgerschaftsabgeordneten Jan Timke für den Schwimmunterricht an der Schule aus politischen Gründen abgelehnt. Wie Timke in dieser Woche mitteilte, habe die Schulleiterin dies damit begründet, dass die Werte, die er vertrete, „nicht zu unserer Idee von Gesellschaft“ passten. Sie kündigte an, die von Timke zur Verfügung gestellten 150 Euro „direkt“ zurückzuüberweisen.
Spendenskandal und Bremerhaven❗️#bremerhaven #geestemünde #leherheide #wulsdorf #lehe #surheide pic.twitter.com/iPslK2uFht
— Jan Timke, MdBB (@Jan_Timke) June 17, 2026
Timke war nach eigenen Angaben von einem Bekannten darauf hingewiesen worden, dass an der Schule 150 Euro fehlten, um einen Schwimmunterricht zu ermöglichen. Der Bekannte wollte wissen, ob Timke Firmen kenne, die den Unterricht finanziell unterstützen könnten. Timke entschied daraufhin, selbst das Geld zur Verfügung zu stellen. Er empfinde es als sehr wichtig, dass Kinder schwimmen lernten, begründete er sein Engagement in einem Video bei X.
Timke: Ideologisierung der Schulen weit vorangeschritten
Das Verhalten der Schulleiterin kritisierte der Politiker scharf. „Sie sind als Beamtin und Schulleiterin zur politischen Neutralität verpflichtet und Ihnen steht eine Wertung meiner politischen Arbeit nicht zu“, wandte sich Timke direkt an die Rektorin. Diese stelle ihre persönliche Meinung „über die Interessen der Kinder“. Die Ideologisierung der Schulen sei mittlerweile so weit vorangeschritten, „dass nicht mehr im Fokus steht: Wie kann ich Kindern helfen?, sondern: Von wem kommt die Spende?“ Das müsse aufhören.
Timke rief gemeinnützige Vereine in Bremerhaven auf, sich bei ihm zu melden, wenn sie die 150 Euro gebrauchen könnten. Die Schulleiterin teilte ihm derweil mit, es habe sich „erfreulicherweise“ ein anderer Spender gefunden werden können, „sodass die Kinder in jedem Fall schwimmen gehen können“. Von allen 16 Landtagen ist das Bündnis Deutschland nur in der Bremischen Bürgerschaft vertreten. Timke hatte einst die „Bürger in Wut“ gegründet, die 2023 im Bündnis Deutschland aufgingen. (ser)







