Anzeige
Anzeige
Anja Arndt, AfD

Bremerhaven: Schule weist Spende für Schwimmunterricht ab – weil der Spender konservativ ist

Bremerhaven: Schule weist Spende für Schwimmunterricht ab – weil der Spender konservativ ist

Bremerhaven: Schule weist Spende für Schwimmunterricht ab – weil der Spender konservativ ist

Jan Timke überwies Geld an eine Schule in Bremerhaven
Jan Timke überwies Geld an eine Schule in Bremerhaven
Geld stinkt doch? Der Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Jan Timke wollte mit einer Schule mit einer privaten Spende aushelfen. Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
Bremerhaven
 

Schule weist Spende für Schwimmunterricht ab – weil der Spender konservativ ist

Einer Bremer Schule fehlt das Geld, um mit Schülern ins Schwimmbad zu gehen. Als ein Bürgerschaftsabgeordneter davon erfährt, öffnet er das eigene Portemonnaie. Doch die Schulleiterin will sein Geld nicht – aus politischen Gründen.
Anzeige

BREMERHAVEN. Eine Schulleiterin in Bremerhaven hat eine Spende des konservativen Bremer Bürgerschaftsabgeordneten Jan Timke für den Schwimmunterricht an der Schule aus politischen Gründen abgelehnt. Wie Timke in dieser Woche mitteilte, habe die Schulleiterin dies damit begründet, dass die Werte, die er vertrete, „nicht zu unserer Idee von Gesellschaft“ passten. Sie kündigte an, die von Timke zur Verfügung gestellten 150 Euro „direkt“ zurückzuüberweisen.


Timke war nach eigenen Angaben von einem Bekannten darauf hingewiesen worden, dass an der Schule 150 Euro fehlten, um einen Schwimmunterricht zu ermöglichen. Der Bekannte wollte wissen, ob Timke Firmen kenne, die den Unterricht finanziell unterstützen könnten. Timke entschied daraufhin, selbst das Geld zur Verfügung zu stellen. Er empfinde es als sehr wichtig, dass Kinder schwimmen lernten, begründete er sein Engagement in einem Video bei X.

Timke: Ideologisierung der Schulen weit vorangeschritten

Das Verhalten der Schulleiterin kritisierte der Politiker scharf. „Sie sind als Beamtin und Schulleiterin zur politischen Neutralität verpflichtet und Ihnen steht eine Wertung meiner politischen Arbeit nicht zu“, wandte sich Timke direkt an die Rektorin. Diese stelle ihre persönliche Meinung „über die Interessen der Kinder“. Die Ideologisierung der Schulen sei mittlerweile so weit vorangeschritten, „dass nicht mehr im Fokus steht: Wie kann ich Kindern helfen?, sondern: Von wem kommt die Spende?“ Das müsse aufhören.

Timke rief gemeinnützige Vereine in Bremerhaven auf, sich bei ihm zu melden, wenn sie die 150 Euro gebrauchen könnten. Die Schulleiterin teilte ihm derweil mit, es habe sich „erfreulicherweise“ ein anderer Spender gefunden werden können, „sodass die Kinder in jedem Fall schwimmen gehen können“. Von allen 16 Landtagen ist das Bündnis Deutschland nur in der Bremischen Bürgerschaft vertreten. Timke hatte einst die „Bürger in Wut“ gegründet, die 2023 im Bündnis Deutschland aufgingen. (ser)

Jetzt das JF-WM-Abo bestellen.
Geld stinkt doch? Der Bremer Bürgerschaftsabgeordnete Jan Timke wollte mit einer Schule mit einer privaten Spende aushelfen. Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

aktuelles