Latinos in Los Angeles Foto: picture alliance / AP Photo
Studie zu Zensusdaten

Englisch wird in Amerikas Städten Minderheitensprache

LOS ANGELES. Rund die Hälfte der Bevölkerung in den fünf größten amerikanischen Städten spricht zu Hause kein Englisch. Spitzenreiter in der Studie des „Center for Immigration Studies“, das sich auf Daten des US-Zensus stützt, ist Los Angeles.

In der größten Stadt Kaliforniens sprechen 60 Prozent der Bewohner privat kein Englisch. In New York City und Houston sind es 49, in Phoenix 38 und in Chicago 36 Prozent. In Kalifornien unterhalten sich zudem 44 Prozent der Kinder zwischen fünf und 17 Jahren im Elternhaus in einer ausländischen Sprache.

Größter Zuwachs unter Spanisch-Sprechern

In den USA leben laut den Zahlen derzeit 66,5 Millionen Menschen, die zu Hause eine andere Sprache als Englisch sprechen. Nevada hat den größten Zuwachs an Nicht-Englischsprechern seit 1980 (plus 1.080 Prozent). Dahinter rangieren Georgia (plus 945 Prozent) und North Carolina (plus 771 Prozent).

Der größte Anstieg wurde landesweit unter Personen mit spanischer Muttersprache verzeichnet. Seit 2010 kamen rund vier Millionen zu dieser Sprachgruppe hinzu. Dahinter rangieren Chinesen (plus 653.000), Araber (plus 363.000) und Hindi-Sprecher (plus 254.000).

Im vergangenen Jahr erreichte der nicht in den USA geborene Bevölkerungsanteil mit fast 14 Prozent an der Gesamtbevölkerung einen neue Rekordwert. Laut dem „Center for Immigration Studies“ wird dieser Wert bis 2023 auf fast 15 Prozent ansteigen. (tb)

Latinos in Los Angeles Foto: picture alliance / AP Photo

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