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Polizei meldet: Ort geräumt: Lützerath: Nur der Untergrund ist noch besetzt

Polizei meldet: Ort geräumt: Lützerath: Nur der Untergrund ist noch besetzt

Polizei meldet: Ort geräumt: Lützerath: Nur der Untergrund ist noch besetzt

Die letzten Mohikaner von Lützerath: Bis auf die beiden Tunnelbesetzer hat die Polizei den Ort geräumt.
Die letzten Mohikaner von Lützerath: Bis auf die beiden Tunnelbesetzer hat die Polizei den Ort geräumt.
Die letzten Mohikaner von Lützerath: Bis auf die beiden Tunnelbesetzer hat die Polizei den Ort geräumt. Foto: Screenshot Twitter
Polizei meldet: Ort geräumt
 

Lützerath: Nur der Untergrund ist noch besetzt

Das ging schnell: Lützerath ist geräumt. Auch die Baumhäuser und Hütten sind abgerissen. Nur zwei Besetzer harren im Untergrund aus. Was wird aus ihnen?
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LÜTZERATH. Die Räumung der Mini-Ansiedlung Lützerath an der Braunkohletagebaukante in Nordrhein-Westfalen ist oberirdisch abgeschlossen. Das teilte die Polizei jetzt mit. Bis auf die beiden sich in einem selbstgegrabenen Tunnel versteckenden Männer „befinden sich keine weiteren Aktivisten in der Ortslage Lützerath“. 300 Besetzer seien weggeschafft worden.

Die beiden Vermummten, die sich in einem Video „Pinky“ und „Brain“ nannten, verschanzen sich seit Tagen im Untergrund und hoffen, so die Räumung zu verzögern. Die Feuerwehr überprüft regelmäßig, ob der Sauerstoffgehalt, für den ein Belüftungsgerät sorgt, noch ausreicht.

Lützerath: Zustand der Tunnel-Besetzer „stabil“

Es sei völlig unklar, wie lange es dauern werde, die Besetzer dort herauszuholen, sagte am Sonntag ein Sprecher des Energiekonzerns RWE, dem das Gelände gehört und der die Braunkohle abbaggern will. Dessen Betriebsfeuerwehr hat die als „Rettung“ bezeichnete Aktion übernommen. Eine Sprecherin des linksextremen Bündnisses „Lützerath lebt“ sagte gestern, der Zustand der beiden Männer sei stabil. Offen ist, wie groß deren Nahrungsvorräte sind.

Da es selbst dem Technischen Hilfswerk (THW) zu gefährlich erschien, zu den Besetzern vorzudringen, war die Räumung des Tunnels abgebrochen worden. Auch Aachens Polizeipräsident Weinspach schaute sich die Konstruktion an und stieg selbst in den Schacht. Danach sagte er: „Es ist ein Kellergewölbe, aus dem ein Schacht von vier Metern geht, dann eine Konstruktion in der Waagerechten.“

Polizeipräsident klettert in Schacht

Er sei, so der Polizeipräsident, aber nicht ganz unten im Schacht gewesen, sondern nur oben, wo es noch halbwegs gefahrlos möglich sei. „Die Konstruktion ist nicht sicher“, meinte er: „Das, was wir gesehen haben für Zug- und Abluft, ist nicht geeignet, dort dauerhaft Sauerstoffversorgung zu gewährleisten, daß der CO2-Gehalt nicht zu sehr ansteigt.“

Der Abriß von Lützerath schreitet derweil schnell voran, die meisten Gebäude stehen nicht mehr. Sie sind bereits am Freitag geräumt worden. Am Wochenende folgten die 35 Baumhäuser und knapp 30 Holzhütten der Besetzer. Rund 300 Personen seien aus Lützerath weggebracht worden, so die Polizei. Seit Beginn der Räumung habe man 154 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Mehr als 70 Polizisten wurden bei den Einsätzen verletzt. (fh)

Die letzten Mohikaner von Lützerath: Bis auf die beiden Tunnelbesetzer hat die Polizei den Ort geräumt. Foto: Screenshot Twitter
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