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Eine ganz schlechte Vorstellung

Der Kreis schließt sich. Das unter dem Namen „Rote Flora“ bekannte linksautonome Zentrum im Hamburger Schanzenviertel wurde einst als Theater gebaut. Dieser Funktion wird die „Flora“ als Bühnenbild stupider und gewalttätiger Inszenierungen nunmehr wieder gerecht. Zum Prolog hatten sich in der Walpurgisnacht knapp 100 Jugendliche – eine Mischung aus kindlicher Antifa und jungen Einwanderern mit Lust auf action – ein Räuber- und Gendarmspiel mit der Staatsmacht geliefert. Im Vergleich zu Berlin und den vergangenen Jahren blieb es dabei relativ ruhig.

In der Nacht darauf wollten es sich dann auch die sogenannten „Autonomen“ nicht nehmen lassen und luden die auf der gegenüberliegenden Seite der Flora versammelten Touristen und Vorort-Milchkaffee-Trinker ein, bei ihrer Aufführung dabei zu sein. Eintrittsgeld wird keines genommen, wenn man einmal von den Steuergeldern absieht, die für den Polizeieinsatz zu bezahlen sind. Dafür ist das Rauchen erlaubt und das nächste Bier schnell zur Hand. Man sitzt in der ersten Reihe, und wer will, kann sich per Kurzauftritt am Stück beteiligen. Auch das vorzeitige Verlassen des „Theaters“ gestaltet sich von den Bierbänken erheblich einfacher als aus den Theatersesseln – eine Option, die zunehmend gewählt wird, denn die gelangweilten Zuschauer erleben kaum noch Neues und sind genervt.

Die sogenannte autonome Linke, die diesen Stadtteil zwei Jahrzehnte lang geprägt hat, ist zu einem Relikt verkommen, dem häufig nur noch mit abschätzigem Augenrollen begegnet wird. Sie hat den Anschluß verloren. Das haben die Betroffenen auch schon selbst gemerkt und geben der Gentrifizierung die Schuld. Gentrifizierung meint in negativer Konnotation die Veränderung des Stadtteils hin zu solventerem Publikum und höheren Mieten, sprich den Verlust des alternativen Charmes. An der Kritik ist durchaus etwas dran, gerade Konservative können verstehen, daß der Mensch zu einer gewissen Homogenität des eigenen Lebensumfeldes und einer erträglichen Geschwindigkeit von Veränderungen neigt. Nur geht es den Linksextremisten natürlich nicht darum, sondern um eine reaktionäre Bewahrung ihres Sozial-Biotops unter Berücksichtigung ihrer gewohnten rechtsfreien Räume.

Und so warfen mehr als 300 Linksradikale über Stunden Feuerwerkskörper, Flaschen und Steine auf Polizisten, zündeten Autos und Müllbarrikaden an und beschädigten Polizeiwagen. Sechs Beamte wurden verletzt, 24 Personen kamen in Gewahrsam, 23 wurden vorläufig festgenommen. Zunächst hatten sich die Linken vor der Roten Flora versammelt, sich dann aber in die Seitenstraßen, den Florapark und die umliegenden Restaurants verteilt, um Autofahrer mit Böllern zu bewerfen und Flaschen in die Menge von Schaulustigen und Restaurantbesuchern zu schmeißen. Als Polizisten angegriffen wurden, rückte die Polizei umgehend vor und setzte Wasserwerfer und Schlagstöcke ein. Um drei Uhr war die Vorstellung beendet.

Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) kündigte Konsequenzen an. Es sei nicht zu tolerieren, daß linksextremistische Straftäter den Tag der Arbeit für ihre Gewaltexzesse und Angriffe auf die Polizei mißbrauchten. Er will nun „Strafverschärfungen für Widerstandshandlungen“ zum Thema machen. Es sei unerträglich, daß Körperverletzungen gegen Zivilpersonen härter bestraft würden als gegen Polizisten.

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