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Medienpolitik: Deutschland schmiert im Pressefreiheits-Ranking ab

Medienpolitik: Deutschland schmiert im Pressefreiheits-Ranking ab

Medienpolitik: Deutschland schmiert im Pressefreiheits-Ranking ab

Ein Journalist im Fadenkreuz (Symbolbild): „Reporter ohne Grenzen“ sehen im Druck auf Reporter und Medien eine Ursache für schwindende Pressefreiheit. (Themenbild)
Ein Journalist im Fadenkreuz (Symbolbild): „Reporter ohne Grenzen“ sehen im Druck auf Reporter und Medien eine Ursache für schwindende Pressefreiheit. (Themenbild)
Ein Journalist im Fadenkreuz (Symbolbild): „Reporter ohne Grenzen“ sehen im Druck auf Reporter und Medien eine Ursache für schwindende Pressefreiheit. Grafik: JF
Medienpolitik
 

Deutschland schmiert im Pressefreiheits-Ranking ab

Erneut schneidet die Bundesrepublik in einem Ranking der „Reporter ohne Grenzen“ zur Pressefreiheit schlechter als im Vorjahr ab. Diese beklagen immer mehr „Hass und Diffamierung“ vor allem aus einer Richtung. Doch in Wirklichkeit stehen Konservative und Rechte im Visier.
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PARIS. Laut den „Reportern ohne Grenzen“ (ROG) hat sich der Zustand der Pressefreiheit in Deutschland erneut verschlechtert. Auf der Rangliste „Press Freedom Index“ für 2026 belegt die Bundesrepublik den 14. Platz, drei Ränge schlechter als im Vorjahr. Grund dafür sei unter anderem, dass Journalisten von „starkem Druck, hitzigen Debatten und der Sorge, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden“, berichteten, sagte der ROG-Geschäftsführer für Politik und Strategie, Christian Mihr. Dies sei etwa bei der Berichterstattung über „rechtsextreme Milieus“ oder den Krieg in Gaza der Fall.

ROG zufolge seien Pressevertreter in Deutschland von „steigender Polarisierung, Hass und Diffamierung“ betroffen, etwa im Netz. Auch kämpften sie mit einem „Verlust an Glaubwürdigkeit und Vertrauen“. Dass Deutschland erneut Plätze verliere, so Mihr, sei Ausdruck eines „aufgeheizten Klimas“.

Die ROG-Pressefreiheitsrangliste 2026. Quelle: ROG Grafik: JF

Die „Delegitimierung ihrer Arbeit“ werde laut ROG zudem von vielen Reportern als „große Bedrohung für den Journalismus in Deutschland“ wahrgenommen. Diese werde durch „schnell wachsende publizistische Milieus aus dem rechtsradikalen Spektrum“ befeuert, die mit Zuspitzung und „Desinformation“ mehr Reichweite erzielen würden. „Wenn sich solche Kampagnen gezielt gegen Journalisten und Medien richten, leidet die journalistische Freiheit: Investigative Recherchen werden diskreditiert, Empörungsdynamiken verschärfen den Arbeitsalltag.“

Norwegen ist Spitzenreiter der Pressefreiheitsrangliste

Die Pressefreiheitsrangliste umfasst insgesamt 180 Länder. Auf Platz eins landete Norwegen, wo Journalisten in einem „vorteilhaften politischen Umfeld“ operieren würden. Dort sähen die Politiker „im Allgemeinen davon ab, Journalisten herabzuwürdigen und kritische Berichterstattung als ‘Fake News’ abzutun“. Abgeordnete und Minister würden es zudem vermeiden, Einfluss auf die Redaktionen staatlich geförderter Medien zu nehmen. Hinter Norwegen folgen die Niederlande und Estland. Am anderen Ende der Rangliste stehen Eritrea, China und Nordkorea.

Allerdings stehen vor allem konservative und rechte Journalisten in Deutschland unter Druck. Zuletzt hatte der staatlich finanzierte MOTRA-Monitor im Auftrag des Bundeskriminalamtes Medien wie der JUNGEN FREIHEIT und Tichys Einblick (TE) vorgeworfen, „eine zentrale Rolle“ bei der Radikalisierung zu spielen, und sie den „Rechtsaußen“-Medien zugeordnet (JF berichtete).

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Im Dezember zuvor hatten Linksextremisten zudem mehrere Reporter während des Gründungsparteitags der neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen angegriffen, darunter Bild-Vize Paul Ronzheimer und TE-Redakteur Maximilian Tichy (JF-Hintergrundbericht). Im Oktober rief ein Kreisverband der Linkspartei in einem Aufruf gegen Apollo News dazu auf, „rechten Medien auf die Tasten“ zu treten (JF berichtete). 2024 hatte die SPD-geführte Bundesregierung zudem das Compact-Magazin verboten, was jedoch durch das Bundesverwaltungsgericht wieder aufgehoben wurde. (kuk)

Ein Journalist im Fadenkreuz (Symbolbild): „Reporter ohne Grenzen“ sehen im Druck auf Reporter und Medien eine Ursache für schwindende Pressefreiheit. Grafik: JF
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