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Strafanzeige
 

Claudia Roth geht gegen „Blaue Narzisse“ vor

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Claudia Roth auf einer Anti-NPD-Demonstration Foto: JF

BIELEFELD. Die Bundesvorsitzende der Grünen Claudia Roth hat Strafanzeige wegen Beleidigung gegen Chefredakteur des Onlinemagazins Blaue Narzisse, Felix Menzel, gestellt. 

Hintergrund ist ein Bericht der Neuen Westfälischen (NW) vom Sonnabend über Menzels Auftritt als Redner bei der „Bielefelder Ideenwerkstatt“ der Burschenschaft Normannia-Nibelungen.

In diesem hatte er unter anderem eine „Claudia R.“ als „fette Qualle“ und „widerlichste Politikerin […], die ich mir vorstellen kann“ bezeichnet. Gleichzeitig fügte Menzel jedoch auch hinzu, „jede Ähnlichkeit mit real existierenden Personen“ sei „weder gewünscht noch beabsichtigt“. 

„Rechtsextremistische Positionen“

Dennoch ließ Roth über ihren Sprecher verlauten, Personen wie Menzel dürfe „keine Bühne für die Verbreitung ihrer rechtsextremistischen Positionen geboten werden“. Bei der „Bielefelder Ideenwerkstatt“ zum Thema „Die Informations- und Wissensgesellschaft: Zwischen Risiken und neuen Möglichkeiten“ habe es sich um „ein Forum zur Verbreitung von menschenverachtenden Ansichten“ gehandelt.

Menzels Auftritt bestärke „Claudia Roth und uns Grüne in unserem entschiedenen Kampf gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit“. Aus diesem Grund sei Strafanzeige wegen Beleidigung und möglicher anderer Straftatbestände gegen Menzel sowie die Betreiber der Blauen Narzisse erstattet worden. 

Felix Menzel selbst lehnte auf Anfrage der NW die Bezeichnung „rechtsextrem“ ab – man könne ihn statt dessen eher „neurechts, rechts, konservativ oder rechtskonservativ“ nennen. (nw)

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