BERLIN. Über seinen Anwalt hat sich Christian Ulmen erstmals ausführlich zu den Vorwürfen seiner Ex-Ehefrau Collien Fernandes geäußert. In einem auch auf sozialen Medien veröffentlichten Schreiben heißt es, zentrale Punkte der Berichterstattung seien „nachweislich unvollständig und falsch“.
Fernandes hatte dem Komiker vorgeworfen, über Jahre hinweg Fakeprofile von ihr erstellt und damit „Hunderte von Männern“ kontaktiert zu haben. Teilweise habe er sich dabei als sie ausgegeben und sexuelle Gespräche geführt.
Sie sprach von einer „digitalen Vergewaltigung“ und erhob zudem Vorwürfe körperlicher Gewalt. Ulmens Anwalt weist insbesondere den Vorwurf zurück, sein Mandant habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet. „Entsprechende Darstellungen sind falsch“, heißt es in dem Schreiben. Auch die im Raum stehenden Gewaltvorwürfe bestreitet Ulmen. „Es kam zu keinerlei einseitigen Gewalthandlungen und/oder Bedrohungen unseres Mandanten“, erklärte die Kanzlei. Vielmehr sei Fernandes im Zuge desselben Geschehens in Spanien vorübergehend festgenommen worden, nachdem Ulmen eine Verletzung am Hals aufgewiesen habe. Die Polizei sei von „beidseitigen Verfehlungen“ ausgegangen.
Presserechtliche Information
für Christian Ulmen pic.twitter.com/0NsOQVWsAv— Schertz Bergmann (@schertzbergmann) March 27, 2026
Ein Vorwurf bleibt im Raum
Zudem teilte die Kanzlei mit, ein Verfahren in Spanien sei ausgesetzt worden. Grund sei, daß Fernandes eine erforderliche Erklärung vor einem spanischen Notar nicht abgegeben habe. „Auch sämtliche Ermittlungshandlungen sind damit ausgesetzt“, heißt es.
Fernandes widersprach den Darstellungen umgehend öffentlich. Auf Instagram schrieb sie: „Oh mein Gott! Ich glaube es nicht!“ Ulmen habe lediglich „einen kleinen Kratzer am Hals“ gehabt und selbst gegenüber der Polizei erklärt, dass keine Gewalt vorgelegen habe. Sie selbst habe hingegen „am ganzen Körper blaue Flecken“ gehabt, die dokumentiert seien.
Nicht bestritten wird in dem Anwaltsschreiben, dass Ulmen Fakeprofile seiner Ex-Ehefrau erstellt und damit Personen aus ihrem Umfeld kontaktiert haben soll. Dieser Vorwurf bleibt damit weiterhin im Raum. Die Affäre hatte zuletzt auch politische Reaktionen ausgelöst. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte an, mögliche Gesetzeslücken im Bereich digitaler Gewalt prüfen zu wollen (die JF berichtete). (rr)






