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Ausschnitt aus der jüngsten „heute-show“-Sendung Foto: zdf.de

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Staatskabarett auf Kosten Andersdenkender

Die heute-show hat sich über den AfD-Politiker Dieter Amann wegen dessen Sprachbehinderung lustig gemacht und sich kurze Zeit später halbseiden entschuldigt. „Im Gegensatz zu anderen findet die heute-show nach wie vor, daß politische Korrektheit doch sinnvoll ist“, heißt es in dem von Oliver Welke unterzeichneten und vor Selbstgefälligkeit triefenden Statement.

Unter „sinnvoller politischer Korrektheit“ versteht die Redaktion wohl vor allem das, was Harald Schmidt in bezug auf eben jene heute-show mal so treffend als die „Bestätigung von vorgefertigten Meinungen“ beschrieben hat. Ein AfD-Politiker, der über die mangelnden Deutschkenntnisse von Migranten klagt, obwohl er „selber nicht mal richtig sprechen kann“, paßte einfach zu gut ins Bild.

Kabarett ist vor allem eins: links

Die heute-show trägt ihren Namen zur Recht. Sie ist die Fortsetzung des „heute-journal“ mit anderen Mitteln. Hier bekommt man nochmal all das humoristisch untermauert, was man in den „seriösen“ Nachrichten gelernt hat: Donald Trump ist böse. Flüchtlinge sind gut. Und AfDler sind so doof, daß sie keinen geraden Satz zustande bringen.

Dies kann man mit einiger Berechtigung als „Staatskabarett“ bezeichnen. Dieses Staatskabarett findet sich nicht nur bei den Öffentlich-Rechtlichen. Zwar ist es dort besonders ausgeprägt, aber der linke Marsch durch die Institutionen ist längst auch in den Unterhaltungsredaktionen der privaten Sender angekommen.

Auf den Kleinkunstbühnen von Berlin bis Untertürkheim war Kabarett sowieso seit jeher immer vor allem eins: links. Das wissen die Künstler. Das wissen die Veranstalter. Das weiß das Publikum. So kommt es nur selten zu „gefährlichen“ neuen Denkanstößen, die einem doch nur den Abend versauen würden.

Erbärmlichste Form der Feigheit

Religionskritik erschöpfte sich in gratismutigen Witzen über die katholische Kirche. Bissige Islamkritik überläßt man derweil lieber den Franzosen. Man will ja schließlich nicht erschossen werden oder (noch schlimmer) als Rassist dastehen. Komiker in Deutschland wollen gefallen. In erster Linie sich selbst.

Deshalb stehen Staatskabarettisten wie Welke oder Internetclowns wie Shahak Shapira ihren linksliberalen US-Kollegen zumindest in puncto Selbstgefälligkeit in nichts nach. Sie wollen aber eben auch dem Publikum gefallen. Zumindest den von ihnen erwählten Bessermenschen. Für Islamkritik bekommt man da wenig Applaus. Das kann Niels Ruf, einer der wenigen Unterhaltungskünstler der sie wagt, bestätigen.

Deshalb haut man lieber auf AfD, Donald Trump und Österreich ein. Auch dann noch, wenn man selbst schon von Moslems zusammengeschlagen oder massiv bedroht wurde. Die Angst um die eigene Reputation war schon immer die erbärmlichste Form der Feigheit.

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