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„Staatsanwälte vor Ort“: NRW geht gegen Duisburger Familienclans vor

„Staatsanwälte vor Ort“: NRW geht gegen Duisburger Familienclans vor

„Staatsanwälte vor Ort“: NRW geht gegen Duisburger Familienclans vor

Duisburg
Duisburg
Moslems in Duisburg Foto: picture alliance/Ulrich Baumgarten
„Staatsanwälte vor Ort“
 

NRW geht gegen Duisburger Familienclans vor

DUISBURG. Die schwarz-gelbe Landesregierung in Nordrhein-Westfalen sagt Duisburger Familienclans den Kampf an. Mit dem Modellprojekt „Staatsanwälte vor Ort“ sollen Strukturen ausländischer Familienclans ins Wanken gebracht werden. „Wir haben es in Duisburg mit 70 relevanten kurdisch-, türkisch- und arabischstämmigen Familien mit mehr als 2.800 Personen zu tun“, begründete Justizminister Peter Biesenbach (CDU) gegenüber der Rheinischen Post die Notwendigkeit.

Vor allem die männlichen Clanmitglieder würden immer wieder auffällig mit Körperverletzung, Raub, Schutzgelderpressung und Drogenkriminalität. Um diese Familien werden sich künftig zwei Staatsanwälte, die ihr Büro im Duisburger Norden beziehen sollen, intensiv kümmern und dabei eng mit Polizei, Steuerfahndung, Zoll, Arbeitsagenturen und weiteren städtischen Ämtern zusammenarbeiten.

Über 1.000 neue Justizstellen

Da das Projekt in die Abteilung Organisierte Kriminalität eingebunden ist, können die beiden Staatsanwälte auch auf Verstärkung zurückgreifen. Zuvor hatte das Ministerium 1.137 zusätzliche Justizstellen geschaffen. Das Modellprojekt war bereits in Berlin-Neukölln erfolgreich getestet worden. Schon 2015 hatte der damalige nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) im Kampf gegen Familienclans in Nordrhein-Westfalen eine bessere Ausstattung der Polizei versprochen. (tb)

Moslems in Duisburg Foto: picture alliance/Ulrich Baumgarten
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