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Neue Staatseinnahmen: Zuckersteuer trifft auch Getränke ohne Zucker

Neue Staatseinnahmen: Zuckersteuer trifft auch Getränke ohne Zucker

Neue Staatseinnahmen: Zuckersteuer trifft auch Getränke ohne Zucker

Eine Hand hält eine Dose Coca-Cola Zero in einem Supermarkt hoch – obwohl sie keinen Zucker enthält, wird sie bald teurer
Eine Hand hält eine Dose Coca-Cola Zero in einem Supermarkt hoch – obwohl sie keinen Zucker enthält, wird sie bald teurer
Eine Dose Coca-Cola Zero – auch sie soll teurer werden. Foto: IMAGO / imagebroker
Neue Staatseinnahmen
 

Zuckersteuer trifft auch Getränke ohne Zucker

Die Bundesregierung will offenbar schon ab 2027 eine Zuckersteuer einführen – die selbst zuckerfreie Getränke wie Cola Zero betreffen. Finanzminister Klingbeil rechnet mit zusätzlichen Einnahmen von mehreren hundert Millionen Euro.
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BERLIN. Die von der Bundesregierung geplante Zuckersteuer (JF berichtete) soll offenbar auch auf Produkte angewandt werden, die gar keinen Zucker sondern lediglich Süßstoffe enthalten. betroffen ist beispielsweise etwa Cola Zero. Pro Liter soll bei süßstoffhaltigen Getränken eine Steuer von 26 Cent erhoben werden, wie die Bild berichtet.

Auch der Beginn wurde vorgezogen: Statt 2028 soll die Regel bereits ab 2027 gelten. Ziel ist nach Angaben der Bundesregierung, den Zuckerkonsum der Bürger zu senken, Anreize für Unternehmen zu setzen, den Zuckergehalt in Produkten zu beschränken und die Staatskasse aufzufüllen. Als Maßstab soll eine Reformempfehlung der Finanzkommission Gesundheit dienen.

Ursprünglich war die Zuckersteuer als Steuerabgabe vorgesehen – demnach hätten die so erwirtschafteten Gelder im Gesundheitssystem eingesetzt werden müssen. Stattdessen ist nun eine allgemeine Steuer vorgesehen, die Einnahmen können demnach beliebig eingesetzt werden.

Je mehr Zucker drin ist, desto teurer wird es

Ab 4,5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter Getränk soll die Steuer 26 Cent pro Liter betragen. Enthält ein Getränk mehr als sieben Gramm Zucker pro 100 Milliliter, erhöht sich die Steuer auf 32 Cent pro Liter. Bei mehr als zehn Gramm werden es 38 Cent pro Liter sein.  Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte, er erhoffe sich Einnahmen von rund 650 Millionen Euro im ersten Jahr und in den Folgejahren etwa 450 Millionen Euro.

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In der Praxis bedeutet das: Zwei Liter Pfanner Eistee würden künftig 2,72 Euro kosten statt 2,10 Euro. Bei einer 0,5-Liter-Flasche Mio Mio Mate würde der Preis von 1,45 Euro auf 1,58 Euro steigen. Ein Liter Bio Haferdrink von Rewe würde 1,10 Euro statt der bisherigen 79 Cent kosten.

Bei Softdrinks mit höherem Zuckeranteil wäre der Preisanstieg noch deutlicher: Eine Ein-Liter-Flasche Fanta Orange würde sich um 38 Cent verteuern – 1,71 Euro statt der bisherigen 1,33 Euro. Ein 230-Milliliter-Becher Emmi Caffè Latte Macchiato würde 1,87 Euro statt der bisherigen 1,79 Euro kosten.

Für Softdrinks muss mehr hingeblättert werden

Bei Getränken, die mehr als zehn Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten, steigt der Preis noch weiter. Die Literflasche Coca-Cola würde statt 1,23 Euro nun 1,68 Euro kosten. Eine 0,5-Liter-Flasche Fritz Kola würde statt der üblichen zwei Euro etwa 2,19 Euro kosten. Der Preis einer 400-Milliliter-Flasche Müllermilch würde von 1,39 Euro auf 1,55 Euro steigen.

Bei Süßstoff-Getränken sähe die Veränderung so aus: Die Literflasche Coca-Cola Light kostet demnach 1,43 Euro statt 1,12 Euro. Für die Literflasche Sprite Zero müssen 1,64 Euro statt der bisherigen 1,33 Euro hingeblättert werden. (lb)

Eine Dose Coca-Cola Zero – auch sie soll teurer werden. Foto: IMAGO / imagebroker
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