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Kampagne zusammengebrochen: Nächste Verschwörungstheorie über Siegmunds Abschlussarbeit widerlegt

Kampagne zusammengebrochen: Nächste Verschwörungstheorie über Siegmunds Abschlussarbeit widerlegt

Kampagne zusammengebrochen: Nächste Verschwörungstheorie über Siegmunds Abschlussarbeit widerlegt

Der Studiengang von Ulrich Siegmund (AfD) wurde auf der Internetseite der Universität beworben. Fotos: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt // Screenshot JF
Kampagne zusammengebrochen
 

Nächste Verschwörungstheorie über Siegmunds Abschlussarbeit widerlegt

Nachdem die JUNGE FREIHEIT Ulrich Siegmunds Bachelor-Zeugnis veröffentlichte, wird nun behauptet, dass sein Studiengang gar nicht als „B.A.“ existiere. Ein Archivfund entlarvt die Behauptung – und ein Professor blamiert sich.
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Die Kampagne gegen den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund begann damit, dass der Politiker auf der Internetseite „Abgeordnetenwatch“ gefragt wurde, an welcher Hochschule er studiert hatte und wie seine Bachelorarbeit heißt.

Nachdem Siegmund rund drei Wochen lang nicht auf die Frage antwortete, verbreitete sich das Gerücht, dass er die Angaben absichtlich geheim halte. Grund dafür sei, dass er gar nicht studiert habe. Dabei beantwortet der AfD-Politiker seit 2024 keine Fragen mehr auf der Plattform, deren Nutzung freiwillig ist und die angibt, nicht alle Fragen freizuschalten.

Die JUNGE FREIHEIT fand sein Abschlusszeugnis und veröffentlichte es am Montag. Siegmund studierte an der Europäischen Fernhochschule Hamburg „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie“ und erhielt im Juni 2016 einen „Bachelor of Arts“.

Gab es Siegmunds Studiengang wirklich?

Nachdem sich das Zeugnis verbreitet hatte, machte die nächste Verschwörungstheorie die Runde. Unter anderem suchte der Professor für Internationale Politik und Außenpolitik an der Universität zu Köln, Thomas Jäger, vergeblich auf der Internetseite der Euro-FH, welche Dozenten an der Universität lehren. Dabei finden sich die Angaben mit einem Mausklick auf der Internetseite.


Zudem behauptete unter anderem die Bild, dass die Universität für den in den Dokumenten genannten Studiengang „ausweislich ihrer Website gar keinen Bachelor of Arts“ vergebe, sondern nur einen „Bachelor of Science“.

Internetarchiv entkräftet Behauptungen

Die Universität selbst ließ eine kurzfristige Anfrage bisher unbeantwortet. Dafür lässt sich aber mithilfe der „Wayback Machine“ der Studiengang auffinden. Die Europäische Fernhochschule bewarb 2013 gleich zwei Arten des Studienganges „Betriebswirtschaft & Wirtschaftspsychologie (B. A.)“: Einmal als reines Fernstudium und einmal „mit Vorlesungen in Hamburg an zwei Abenden pro Woche oder samstags“.

Auf der Internetseite bewarb Siegmunds Universität den Studiengegangen. Screenshot: JF

Bei der „Wayback Machine“ handelt es sich um ein digitales Archiv. Es speichert alte Internetseiten und ermöglicht somit Zugang zu bereits abgeänderten oder gelöschten Inhalten.


Die Europäische Fernhochschule Hamburg hat inzwischen auf die Gerüchte reagiert. Lesen Sie hier, was ein Sprecher der Universität gegenüber der JF sagte.

Der Studiengang von Ulrich Siegmund (AfD) wurde auf der Internetseite der Universität beworben. Fotos: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt // Screenshot JF
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