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Abdul Ballout: Mutmaßlicher CSD-Attentäter war schon als Jugendlicher polizeibekannt

Abdul Ballout: Mutmaßlicher CSD-Attentäter war schon als Jugendlicher polizeibekannt

Abdul Ballout: Mutmaßlicher CSD-Attentäter war schon als Jugendlicher polizeibekannt

Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und das Tatfahrzeug. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und das Tatfahrzeug. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und das Tatfahrzeug. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Abdul Ballout
 

Mutmaßlicher CSD-Attentäter war schon als Jugendlicher polizeibekannt

Prügeleien, Raub, IS-Sympathie: Jetzt wirft auch die Berliner Justiz ein Licht auf den langen Vorstrafenregister des islamistischen CSD-Attentäters. Dass er sich unter anderem von der Terrormiliz „distanzierte“, reichte dennoch für Bewährung aus.
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BERLIN. Der islamistische Hauptverdächtige des CSD-Anschlags in Berlin, Abdul Ballout, ist bereits mit 14 Jahren polizeilich aufgefallen. Bereits 2019 habe er eine andere Person auf dem Schulhof geschlagen und sich ein Jahr später des Raubes schuldig gemacht, teilte die Staatsanwaltschaft am Sonntagnachmittag mit. Dafür erteilte ihm das Amtsgericht Tiergarten 2022 eine inzwischen erfüllte jugendgerichtliche Weisung.

Bereits 2024 hatte er nach Auffassung der Justiz Propaganda des Islamischen Staates (IS) verbreitet. Zudem hatte sich Ballout noch vor seiner Festnahme in Berlin in Haft im Libanon befunden. Hintergrund war seine Reise nach Syrien, wo er sich dem IS anschließen wollte (JF berichtete). Allerdings ließ ihn die libanesische Justiz nach drei Monaten frei, woraufhin er nach Deutschland zurückkehrte.

Seine Haftzeit im Libanon war zudem einer der mildernden Umstände für das Urteil, das er im Mai wegen Vorbereitung einer staatsgefährdenden Straftat bekam. Damals hatte ihn das Amtsgericht Tiergarten zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. „Darüber hinaus berücksichtigte das Gericht, dass sich Abdul B. in der Hauptverhandlung überwiegend geständig eingelassen und vom IS distanziert hatte sowie dass es zu keiner konkreten Gefährdung der geschützten Rechtsgüter gekommen war“, betont die Staatsanwaltschaft. Gegen die Entscheidung der Richter ging sie in Berufung.

Dobrindt: Vom CSD-Attentäter geht weiterhin Gefahr aus

Laut der Welt sollte der 21jährige am Montag nach dem Angriff bei einer Extremismuspräventionsstelle zu seinem dritten Gespräch dort erscheinen. Diese Weisung sei demnach eine Bedingung für die Bewährung gewesen. Nach der Sitzung würden die Zuständigen entscheiden, ob eine weitere Beratung sinnvoll sei. Bei den vorherigen Gesprächen soll er „undurchschaubar“ gewesen sein. Seine Antworten hätten laut Mitarbeitern der Beratungsstelle „angepasst“ gewirkt. Eine akute Bedrohungslage hätte sich aus den bisherigen Treffen jedoch nicht ableiten lassen.

Nach Ballout wird derzeit europaweit gefahndet. Laut dem Bundesinnenminister Alexander Dobrindt gehe von ihm weiterhin Gefahr aus (JF berichtete). Demnach sei er ein deutscher Staatsbürger mit libanesischen Wurzeln. Seine Mutter sei 2002 in Deutschland eingebürgert worden.

Ihm wird vorgeworfen, mit einem weißen Transporter in die CSD-Besuchermenge am Tiergarten gerast zu sein und anschließend mehrere Personen verletzt zu haben (JF berichtete). Laut Dobrindt soll es sich bei der Tatwaffe um eine Machete handeln. Mindestens eine Frau wurde bei dem Terrorangriff getötet, 29 weitere wurden verletzt. Unklar bleibt, ob es Mittäter gab. (kuk)

Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout und das Tatfahrzeug. Fotos: Polizei Berlin /// picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
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