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Großbritannien: Brexit-Vorkämpferin Ann Widdecombe ermordet – Verdächtiger in Haft

Großbritannien: Brexit-Vorkämpferin Ann Widdecombe ermordet – Verdächtiger in Haft

Großbritannien: Brexit-Vorkämpferin Ann Widdecombe ermordet – Verdächtiger in Haft

Wurde Opfer eines Gewaltverbrechens: Anne Widdecombe. Foto: picture alliance / empics | Ben Birchall
Wurde Opfer eines Gewaltverbrechens: Anne Widdecombe. Foto: picture alliance / empics | Ben Birchall
Wurde Opfer eines Gewaltverbrechens: Ann Widdecombe. Foto: picture alliance / empics | Ben Birchall
Großbritannien
 

Brexit-Vorkämpferin Ann Widdecombe ermordet – Verdächtiger in Haft

Sie war Ministerin, Brexit-Vorkämpferin und eine der markantesten konservativen Stimmen Großbritanniens. Jetzt ist Ann Widdecombe tot. Die Polizei fand die 78jährige tot in ihrem Haus – ein 26jähriger wurde festgenommen. Die ersten Details.
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LONDON. Die frühere britische Ministerin Ann Widdecombe ist tot in ihrem Haus im südwestenglischen Devon aufgefunden worden. Die 78 Jahre alte konservative Politikerin wies nach Angaben der Polizei schwere Verletzungen auf. Ein 26 Jahre alter Mann wurde am Freitag in Newton Abbot festgenommen.

Die Polizei von Devon und Cornwall teilte zunächst mit mit, der Verdächtige sei ein weißer britischer Staatsangehöriger. Er befand sich wegen Mordverdachts in Gewahrsam, inzwischen wurde er entlassen.

Hinweise auf ein terroristisches oder politisches Motiv gebe es derzeit nicht, erklärte die Polizei. Auch sei noch unklar, ob der Tatverdächtige Widdecombe kannte. Die Ermittlungen stünden am Anfang Widdecombe war am Donnerstag gegen 11.40 Uhr in ihrem Haus in Haytor auf Dartmoor gefunden worden. Die Polizei war vom Rettungsdienst alarmiert worden. Das Anwesen wurde abgesperrt, Spurensicherung und Mordermittler nahmen ihre Arbeit auf.

Farage: „Tief, tief erschüttert“ über Mord an Widdecombe

Der Tod Widdecombes löste in Großbritannien parteiübergreifend Bestürzung aus. Premierminister Keir Starmer sprach von einer „wirklich schockierenden“ Nachricht. Tory-Chefin Kemi Badenoch erklärte, sie sei fassungslos. Reform-UK-Chef Nigel Farage sagte, er sei „tief, tief erschüttert“ über die Art ihres Todes. Widdecombe gehörte von 1987 bis 2010 dem Unterhaus an und vertrat 23 Jahre lang den Wahlkreis Maidstone. In der Regierung von John Major war sie Staatsministerin im Innenministerium und im Arbeitsministerium.

Vielen Briten blieb sie als klare konservative Stimme in Erinnerung. Sie sprach offen über ihren Glauben, verteidigte traditionelle Werte und unterstützte den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. 2019 zog sie für die Brexit Party von Nigel Farage ins Europäische Parlament ein. Später schloss sie sich Reform UK an und trat dort als Sprecherin für Einwanderung und Justiz auf.

Bekannt war Widdecombe auch weit über Westminster hinaus. Nach ihrer Zeit im Parlament trat sie bei „Strictly Come Dancing“ und „Celebrity Big Brother“ auf. Ihre Direktheit, ihr trockener Humor und ihre unverwechselbare Art machten sie auch im Unterhaltungsfernsehen zu einer festen Größe.

In Großbritannien weckt der Fall Erinnerungen an frühere Angriffe auf Politiker. 2016 wurde die Labour-Abgeordnete Jo Cox während des Brexit-Wahlkampfs ermordet. 2021 tötete ein Islamist den konservativen Abgeordneten David Amess. (rr)

Wurde Opfer eines Gewaltverbrechens: Ann Widdecombe. Foto: picture alliance / empics | Ben Birchall
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