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Nach Attacken auf Journalisten: „Widersetzen“-Sprecher will sich nicht von Gewalt distanzieren

Nach Attacken auf Journalisten: „Widersetzen“-Sprecher will sich nicht von Gewalt distanzieren

Nach Attacken auf Journalisten: „Widersetzen“-Sprecher will sich nicht von Gewalt distanzieren

Der Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi: „Eine AfD-Regierung ist illegitim, egal wie viel Prozent sie bekommen hat.“ (Themenbild)
Der Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi: „Eine AfD-Regierung ist illegitim, egal wie viel Prozent sie bekommen hat.“ (Themenbild)
Der Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi: „Eine AfD-Regierung ist illegitim, egal wie viel Prozent sie bekommen hat.“ Foto: Der Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi: „Eine AfD-Regierung ist illegitim, egal wie viel Prozent sie bekommen hat.“ Foto: IMAGO / Paul-Philipp Braun
Nach Attacken auf Journalisten
 

„Widersetzen“-Sprecher will sich nicht von Gewalt distanzieren

Der Sprecher des Anti-AfD-Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi, will sich nicht von körperlichen Attacken auf Reporter distanzieren. Auch die Täter seien für ihn ein Teil der antifaschistischen Bewegung – und ohnehin „provoziert“ worden.
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Der Sprecher des linksextremen Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi, hat sich geweigert, sich von den Antifa-Angriffen auf Reporter von der JUNGEN FREIHEIT und „Apollo News“ in Erfurt zu distanzieren. „Sie wollen eine Distanzierung von mir, die kann ich Ihnen aber nicht liefern, weil die Leute, die sich haben provozieren lassen, ebenfalls zur antifaschistischen Bewegung gehören“, sagte er in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem Stern. Zwar habe man „von Anfang an“ zur Deeskalation aufgerufen. Allerdings seien die Berichterstatter mit der Absicht gekommen, „zu provozieren und diese Bilder zu erzeugen, um sie danach propagandistisch auszuschlachten“.

Zum Scheitern der von „Widersetzen“ organisierten Blockade des AfD-Bundesparteitages sagte Mailitafi: „So ehrlich müssen wir sein, uns ist nicht gelungen, weshalb wir nach Erfurt gekommen sind.“ Der Polizei und dem thüringischen Innenminister Georg Maier warf er vor, „generalstabsmäßig und hochprofessionell das Falsche gemacht“ zu haben. „Als SPD-Innenminister sollte man sich vielleicht einmal fragen, ob das die Politik ist, für die man stehen will.“

Laut Mailitafi werde sich „Widersetzen“ in Magdeburg treffen, um Strategien zur Verhinderung der absoluten Mehrheit der AfD in Sachsen-Anhalt zu besprechen. „Eine AfD-Regierung ist illegitim, egal wie viel Prozent sie bekommen hat.“ Viele der von den Plänen der Partei Betroffenen würden nicht einmal das Wahlrecht besitzen. „Unser Widerstand wird weitergehen und stärker werden.“

„Widersetzen“ wird von der Interventionistischen Linken unterstützt

Zuvor hatte Mailitafis Co-Sprecher Noa Sander der Presse eine gezielte Hetz- und Diffamierungskampagne unterstellt (JF berichtete). „Wir sind damit kein Einzelfall – es ist ihr Geschäftsmodell“, beklagte er gegenüber dem Freitag. Medien wie „Apollo News“ würden demnach „gezielt Hetze betreiben, immer wieder Kampagnen gegen Einzelpersonen fahren und damit dafür sorgen, dass diese Morddrohungen erhalten und unter enormen psychischen Druck geraten“.

Nach den Demonstrationen gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt drohte das Bündnis „Widersetzen“ allen Parteien damit, Aktionen gegen sie zu richten, insbesondere aber gegen CDU und BSW. „Wenn ihr es wagt, den Faschist*innen (sic!) an die Macht zu helfen, macht ihr euch zu unserem nächsten Aktionsziel“, so Sander. Zu den Attacken auf Journalisten sagte er: „Faschist*innen (sic!) mit Presseausweis sind immer noch Faschist*innen (sic!).“

Das Bündnis besteht seit 2024. Der tragende Verein ist die Berliner „Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten“ (VVN-BdA). Zudem unterstützen unter anderem die Linkspartei und der Deutsche Gewerkschaftsbund die Anti-AfD-Initiative. Auch die vom Verfassungsschutz beobachtete Interventionistische Linke, deren Sprecher Sander war (JF berichtete), ist Teil des Bündnisses. Inzwischen prüft die Berliner Finanzverwaltung, ob VVN-BdA weiterhin gemeinnützig bleiben darf (JF berichtete). Sollte der Verein seine Gemeinnützigkeit verlieren, könnten dessen Förderer ihre Spenden nicht mehr steuerlich absetzen können. (kuk)

Der Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi: „Eine AfD-Regierung ist illegitim, egal wie viel Prozent sie bekommen hat.“ Foto: Der Sprecher des Bündnisses „Widersetzen“, Suraj Mailitafi: „Eine AfD-Regierung ist illegitim, egal wie viel Prozent sie bekommen hat.“ Foto: IMAGO / Paul-Philipp Braun
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