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Nahost-Konflikt: Das ist der Fahrplan zum Frieden zwischen den USA und dem Iran

Nahost-Konflikt: Das ist der Fahrplan zum Frieden zwischen den USA und dem Iran

Nahost-Konflikt: Das ist der Fahrplan zum Frieden zwischen den USA und dem Iran

Frieden. Werken am Iran-Deal: US-Vizepräsident JD Vance (links) und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (rechts) beim Lake Lucerne Summit im Bürgenstock Resort in Obbürgen. Foto: picture alliance/KEYSTONE | URS FLUEELER
Frieden. Werken am Iran-Deal: US-Vizepräsident JD Vance (links) und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (rechts) beim Lake Lucerne Summit im Bürgenstock Resort in Obbürgen. Foto: picture alliance/KEYSTONE | URS FLUEELER
Werken am Iran-Deal: US-Vizepräsident JD Vance (links) und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (rechts) beim Lake Lucerne Summit im Bürgenstock Resort in Obbürgen. Foto: picture alliance/KEYSTONE | URS FLUEELER
Nahost-Konflikt
 

Das ist der Fahrplan zum Frieden zwischen den USA und dem Iran

Die USA und der Iran einigen sich in der Schweiz auf einen Fahrplan für ein Friedensabkommen binnen 60 Tagen. Die Ölpreise fallen bereits deutlich – doch Atomprogramm, Hisbollah und Mullah-Milliarden bleiben heikle Streitpunkte.
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BÜRGENSTOCK. Die USA und der Iran haben sich bei Gesprächen in der Schweiz auf einen Fahrplan für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen geeinigt. Das teilten die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan nach der ersten hochrangigen Verhandlungsrunde mit. Die Gespräche sollen in dieser Woche fortgesetzt werden.

Die Märkte reagierten umgehend. Die Ölpreise gaben am Montagmorgen deutlich nach. Die Nordseesorte Brent fiel auf 79,38 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI auf 75,64 Dollar. Händler setzten offenbar darauf, dass der Fahrplan die Lage am Persischen Golf stabilisiert.

Ein Kernpunkt ist die Straße von Hormus. Die USA und der Iran wollen einen direkten Kommunikationskanal einrichten, um Zwischenfälle und Fehlinterpretationen in der für den Öl- und Gashandel wichtigen Meerenge zu verhindern. Der Iran hatte zuletzt erneut mit einer Blockade gedroht. Das US-Militär erklärte dagegen, der Schiffsverkehr laufe weiter. Die offene Meerenge gilt als zentrale Voraussetzung dafür, dass die 60-Tage-Pause nicht sofort wieder scheitert.

Iran soll Zugriff auf Milliarden Dollar erhalten

Zudem soll eine Koordinierungsstelle zur Konfliktvermeidung eingerichtet werden. Sie soll unter Einbeziehung des Libanon und der Vermittler sicherstellen, dass die militärischen Operationen dort eingestellt werden. Hintergrund sind hier die Kämpfe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah. Nach iranischen Angaben wurden in diesem Punkt „große Fortschritte“ erzielt.

Brisant bleibt der finanzielle Teil der Gespräche. Nach Berichten des Wall Street Journal arbeiten die USA mit Katar an einem Mechanismus, der Teheran Zugriff auf eingefrorene Gelder ermöglichen soll. Zunächst geht es um sechs Milliarden Dollar, die in Katar liegen. Das Geld soll nach dem derzeit diskutierten Modell für humanitäre Ausgaben wie Lebensmittel und Medikamente genutzt werden.

Die Regelung könnte als Vorlage für weitere eingefrorene iranische Gelder dienen. Der Iran verfügt dem Bericht zufolge weltweit über blockierte Vermögenswerte von schätzungsweise 100 Milliarden Dollar. Teheran drängt darauf, rasch Zugriff auf eine erste Tranche von 24 Milliarden Dollar zu erhalten. Auch Sanktionserleichterungen für iranische Ölexporte sollen bei den Gesprächen eine Rolle spielen.

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Trump erneuert seine Drohungen an Teheran

Das schwierigste Thema bleibt vorerst ausgeklammert. Über das Atomprogramm des Iran und den Bestand an angereichertem Uran soll erst im weiteren Verlauf verhandelt werden. Teheran beharrt darauf, Uran anreichern zu dürfen. Die USA verlangen dagegen, dass der Iran sein Atomprogramm deutlich einschränkt.

US-Präsident Donald Trump begleitete die Gespräche mit neuen Drohungen. Der Iran müsse seine „bezahlten Stellvertreter“ im Libanon sofort stoppen, schrieb Trump. Andernfalls werde man den Iran erneut und noch härter treffen. Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation in der Schweiz anführte, sprach dagegen von Fortschritten und der Möglichkeit, im Verhältnis zum Iran „ein neues Kapitel“ aufzuschlagen. (rr)

Werken am Iran-Deal: US-Vizepräsident JD Vance (links) und Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif (rechts) beim Lake Lucerne Summit im Bürgenstock Resort in Obbürgen. Foto: picture alliance/KEYSTONE | URS FLUEELER
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