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Bruch der Waffenruhe: Trump: Iran und Israel sollen gegenseitigen Beschuss beenden

Bruch der Waffenruhe: Trump: Iran und Israel sollen gegenseitigen Beschuss beenden

Bruch der Waffenruhe: Trump: Iran und Israel sollen gegenseitigen Beschuss beenden

US-Präsident Donald Trump
US-Präsident Donald Trump
Foto: picture alliance / AdMedia | AdMedia
Bruch der Waffenruhe
 

Trump: Iran und Israel sollen gegenseitigen Beschuss beenden

Erstmals seit Inkrafttreten der Waffenruhe Anfang April schießt der Iran wieder Raketen auf Israel. Jerusalem reagiert mit eigenen Luftschlägen – offenbar gegen den Willen des US-Präsidenten. Trump macht Netanjahu eine Ansage.
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WASHINGTON D.C. US-Präsident Donald Trump hat Israel und den Iran aufgefordert, die wiederaufgeflammten Kriegshandlungen einzustellen. „Israel und der Iran müssen sofort aufhören zu ’schießen‘“, schrieb Trump in seinem sozialen Netzwerk „Truth Social“. Mehr äußerte der US-Präsident nicht.

Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit dem 8. April Raketen auf Israel abgefeuert. Damals war eine Waffenruhe zwischen Israel, den USA und dem Iran in Kraft getreten. Auch die Huthi-Miliz im Jemen beschoss Israel. Alarm ertönte seitdem unter anderem in den Großstädten Jerusalem, Tel Aviv und Haifa. Israel sprach am Montagmittag von ingesamt 24 abgefeuerten Raketen von iranischer Seite.

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Luftschläge im Libanon als aktueller Anlass

Der Iran begründete die Angriffe mit israelischen Militärschlägen im Libanon. Dort hatte Israel am Sonntag das Hauptquartier der schiitisch-islamistischen Hisbollah-Miliz im Beiruter Vorort Dahije angegriffen. Israel sieht das als Reaktion auf Raketenbeschuss der Hisbollah auf israelische Zivilisten zuvor. Die Hisbollah ist eine Stellvertreter-Miliz des Iran.

Nach Wiederaufnahme der iranischen Kampfhandlungen flog Israel zudem neuerliche Angriffe auf Ziele im Iran. Diese richteten sich nach Armeeangaben unter anderem gegen iranische Verteidigungssysteme, die erst jüngst stationiert worden seien. Aus dem Iran hieß es zudem, dass eine petrochemische Anlage in der westlich gelegenen Provinz Chuzestan getroffen worden sei. Israel bestätigte dies.

In Israel wurden zunächst keine größeren Schäden gemeldet. Allerdings schlugen Trümmerteile einer abgefangenen Rakete in einer israelischen Siedlung im Westjordanland ein. Im ganzen Land wurde der Schulunterricht abgesagt. Krankenhäuser wurden angewiesen, den Betrieb in unterirdische Bereiche zu verlegen.

Trump: Netanjahu hat „nichts zu sagen“

Der Iran und die USA verhandeln seit Wochen über ein Abkommen zur Beilegung des Konflikts. Noch kurz vor der neuerlichen Eskalation der Kampfhandlungen hatte Präsident Trump in einem TV-Interview unterstrichen, dass die Seiten „sehr nahe“ an einer Einigung seien. Zugleich betonte er, wenn er das Problem der atomaren Bewaffnung Teherans nicht über Verhandlungen aus der Welt schaffen könne, dann werde er „sie in die Luft jagen“.

Berichten zufolge soll sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu der Aufforderung Trumps widersetzt haben, nicht auf die neuerlichen iranischen Angriffe zu reagieren. Gegenüber der Financial Times stellte Trump am Sonntag öffentlich klar, er selbst sei es, der „alles“ bestimmte. Netanjahu dagegen habe „nichts zu sagen“.

Erst in der vergangenen Woche hatte das Nachrichtenportal Axios berichtet, dass Trump Netanjahu in einem Telefonat wegen dessen Vorgehen im Libanon heftig attackiert haben soll. „Du bist verdammt verrückt“, soll der US-Amerikaner dem Israeli an den Kopf geworfen haben (JF berichtete). (ser)

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