LÜBECK. Professor Stephan Maninger ist im Namen des Bundesinnenministers Alexander Dobrindt (CSU) zum Beamten auf Lebenszeit ernannt worden. Damit scheiterte „endgültig“ eine linke Kampagne, schrieb sein Anwalt Ralf Höcker am Donnerstag auf X. „Linke Cancel Culture funktioniert immer weniger. Ich gratuliere dem Mandanten von Herzen!“
Bei den Vorwürfen soll es sich laut dem Anwalt um eine „jahrelange Schmutzkampagne linksradikaler Aktivisten aus Politik, Medien und Gewerkschaft der Polizei (GdP) unter Mitwirkung des GdP-Spitzenfunktionärs und früheren Politoffiziers der DDR-Grenztruppen (aka ‚Mauermörderflüsterer‘) Sven Hüber“ gehandelt haben. Sie soll das Ziel gehabt haben, „zu verhindern, dass unser Mandant Stephan Maninger weiter Polizisten unterrichtet und zu verhindern, dass er als verbeamteter Professor auf Lebenszeit entfristet wird“.
Höcker forderte nach Maningers Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit Polizisten dazu auf, zu überdenken, ob „sie weiter Mitglied in einer Gewerkschaft sein wollen, die ihre Mitgliedsbeiträge für derart teure und widerwärtige Hetzkampagnen verschwendet“.
Stephan Maninger ist Professor auf Lebenszeit – Böhmermann, Die Linke, GdP & Co. konnten sich nicht durchsetzen:
Eine jahrelange Schmutzkampagne linksradikaler Aktivisten aus Politik, Medien und Gewerkschaft der Polizei unter Mitwirkung des GdP-Spitzenfunktionärs und früheren…
— Ralf Höcker (@Ralf_Hoecker) May 27, 2026
Maninger im Visier der Linken wegen JF-Texten
Maninger war unter anderem Autor der JUNGEN FREIHEIT. Zudem setzte er sich für die Belange der Buren und anderer Minderheiten in Südafrika ein. Seit 2020 arbeitet er als Professor für Sicherheitspolitik an der Hochschule des Bundes in Lübeck.
Nachdem Ippen Investigativ seine Vergangenheit im August 2021 recherchiert und an die Bundespolizei weitergegeben hatte, wurde Maninger vorübergehend vom Unterricht entbunden.

Drei Monate später schloss eine interne Revision der Bundespolizei die Untersuchungen ab und entlastete Maninger vollständig. Er durfte wieder als Professor arbeiten.
Linke Kampagne dauerte weiter an
Das Medium „Frag den Staat“, das einen Teil seiner Einnahmen im vergangenen Jahr durch eine Spende der Nichtregierungsorganisation „Campact“ erhielt, veröffentlichte anschließend den Abschlussbericht. Es warf der Bundespolizei vor, die Vergangenheit des Professors zu unkritisch untersucht zu haben.
Die GdP schrieb im August 2025 dem Bundesinnenminister, dass sie wegen Maninger extremistische Einflüsse in der Ausbildung fürchte. Der Bundesvorstand bat Dobrindt darum, zu prüfen, „ob hier ein Extremist in eine Schlüsselrolle der geistigen Orientierung und Ausrichtung der Polizeibeamtinnen und -beamten des gehobenen Dienstes der Bundespolizei gehievt und zum Professor auf Lebenszeit ernannt werden soll“.
Zuletzt widmete Jan Böhmermann dem Fall Ende April eine gesamte Sendung im ZDF (JF berichtete). Darin warf der vermeintliche Satiriker Maninger vor, Begriffe wie „Ethnosuizid“ zu verwenden, der von Rechtsextremen genutzt werde. Deswegen merkte er sarkastisch an, dass, wer solche Begriffe einmal verwendet habe, „trotzdem natürlich ganz klar heute ganz normal in Deutschland Polizist*innen ausbilden“ dürfe. (mas)
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Redaktioneller Hinweis: In einer vorherigen Version des Textes hieß es, dass das Medium „Frag den Staat“ einen Großteil seiner Einnahmen im vergangenen Jahr durch eine Spende der Nichtregierungsorganisation „Campact“ erhielt. Der tatsächliche Anteil der Spende beträgt mehr als zehn Prozent. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.






