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Verbreitung im Kongo: Lauterbach fordert noch mehr Entwicklungshilfe für Afrika wegen Ebola

Verbreitung im Kongo: Lauterbach fordert noch mehr Entwicklungshilfe für Afrika wegen Ebola

Verbreitung im Kongo: Lauterbach fordert noch mehr Entwicklungshilfe für Afrika wegen Ebola

Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): Dass rechte Parteien gegen Entwicklungshilfe sind, sieht er als völlig falsch an. Foto: picture alliance / Andreas Gora | Lenny Karpe. Das Ebolavirus breitet sich im Kongo aus.
Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): Dass rechte Parteien gegen Entwicklungshilfe sind, sieht er als völlig falsch an. Foto: picture alliance / Andreas Gora | Lenny Karpe. Das Ebolavirus breitet sich im Kongo aus.
Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): Dass rechte Parteien gegen Entwicklungshilfe sind, sieht er als völlig falsch an. Foto: picture alliance / Andreas Gora | Lenny Karpe
Verbreitung im Kongo
 

Lauterbach fordert noch mehr Entwicklungshilfe für Afrika wegen Ebola

Im afrikanischen Kongo verbreitet sich das Ebolavirus, derweil wird auch ein Infizierter in Deutschland behandelt. Ex-Gesundheitsminister Lauterbach möchte die Ausbreitung bekämpfen – indem die deutsche Entwicklungshilfe erhöht wird.
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BERLIN. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat eine deutliche Erhöhung der Entwicklungshilfe für Afrika gefordert. „Der Ebola-Ausbruch verdeutlicht, dass wir keinesfalls bei der Entwicklungszusammenarbeit sparen dürfen. Deutschland sollte seinen Etat für das Entwicklungsministerium wie beim Thema Verteidigung konsequent aufstocken, nicht zusammenstreichen“, sagte der 63jährige am Mittwoch gegenüber der Rheinischen Post.

Zum Teil gehe es Lauterbach „um humanitäre Leistungen, aber vor allem auch um Eigenschutz“. Denn dass die USA Anfang 2025 Kürzungen bei der globalen Gesundheits- und Entwicklungshilfe vorgenommen haben, trage dazu bei, „dass Gesundheitssysteme in afrikanischen Ländern wie dem Kongo zerfallen. So können sich extrem gefährliche Viren wie Ebola rascher ausbreiten und bei anderen Zoonosen zu Pandemien mit wirtschaftlichen Folgen für uns werden“, sagte Lauterbach.

„Zugleich drohen durch erodierende Gesundheitssysteme Flüchtlingswellen aus afrikanischen Ländern Richtung Europa.“ Dass rechte Parteien die Kürzung der Entwicklungszusammenarbeit fordern, sei „völlig“ falsch. „Solche Kürzungen können sich bitter rächen für uns“, warnte der Sozialdemokrat.

Lauterbach sieht keine direkte Gefahr von Ebola

Trotzdem schätzt der ehemalige Bundesgesundheitsminister die Gefahr von Ebola als gering ein. „Eine Gefahr für andere afrikanische Länder sehe ich nicht, erst recht nicht für Europa oder Deutschland.“

Das gelte auch für „Reisende, die auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs sind“. Sie „müssen nun nicht per se Angst vor einer Ebola-Infektion haben“.

Hunderte Tote durch Ebolavirus im Kongo

Bisher kam es sowohl im Kongo als auch im Nachbarland Uganda zu vermehrten Infektionen mit dem Ebolavirus. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle für Krankheiten sprach am Dienstag von 906 Verdachtsfällen und 105 bestätigten Infektionen im Kongo, insgesamt sollen bereits 233 Menschen gestorben sein. In Uganda wurden bisher sieben bestätigten Infektionen und ein Todesfall registriert.


Die Weltgesundheitsorganisation WHO rief bereits vor eineinhalb Wochen den internationalen Gesundheitsnotstand aus (JF berichtete). Sie begründete das damit, dass es für die aktuelle Virusvariante bisher keinen Impfstoff gebe und bewertete das Ausbreitungsrisiko in der afrikanischen Region als hoch. Der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC zufolge ereigneten sich die ersten Ausbrüche vermutlich in der dritten Aprilwoche, wurden jedoch erst Anfang Mai gemeldet.

Infizierter wird in Deutschland behandelt

Zudem wurde am vergangenen Dienstag ein US-Amerikaner nach Deutschland gebracht, der sich im Kongo mit dem Ebolavirus infiziert hatte. Der Betroffene habe im Kongo gearbeitet und sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC mit. Auch sechs Kontaktpersonen des Infizierten, die als ansteckungsgefährdet gelten, sollen in der Bundesrepublik behandelt werden. Sowohl zu ihren Nationalitäten als auch zum Behandlungsort in Deutschland machte die CDC bisher keine Angaben.

Die CDC begründete das mit der kürzeren Flugstrecke zwischen dem Kongo und Deutschland sowie mit der medizinischen Erfahrung Deutschlands im Umgang mit der Infektionskrankheit.

Laut US-Medienberichten soll es sich bei dem infizierten US-Bürger um einen Arzt handeln. Eine christliche Missionarorganisation teilte dazu mit, der Mann habe sich bei der Behandlung von Infizierten in einem kongolesischen Krankenhaus angesteckt. Die Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) wolle den Arzt am Mittwoch besuchen. (mas)

Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD): Dass rechte Parteien gegen Entwicklungshilfe sind, sieht er als völlig falsch an. Foto: picture alliance / Andreas Gora | Lenny Karpe
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