KÖLN. Zwei Drittel der Deutschen wollen, dass Migranten nur noch Sozialleistungen erhalten, wenn sie eine längere Zeit in der Bundesrepublik gearbeitet haben. Insgesamt stimmen laut einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des WDR 66 Prozent dieser Aussage zu, 26 Prozent lehnen das ab.

Am höchsten ist die Zustimmung mit 91 Prozent vor allem bei AfD-Anhängern, sechs Prozent sind dagegen. Unterstützer der Union sind zu 79 Prozent dafür und zu 17 Prozent dagegen, die der SPD sind zu 63 Prozent dafür und zu 32 Prozent dagegen. Ablehnung findet die Aussage bei Anhängern der Linkspartei, die ihr zu 55 Prozent widersprechen und zu 34 Prozent zustimmen, und der Grünen, die ihr zu 64 Prozent widersprechen und zu 28 Prozent zustimmen.
Alle Bundesländer sind für einen härteren Umgang mit Migranten
Besonders hoch ist die Zustimmung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit jeweils 76 Prozent. In Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz unterstützen den Vorschlag 72 Prozent, im Saarland 69 Prozent, in Berlin und Brandenburg 68 Prozent, in Nordrhein-Westfalen und Hessen 66 Prozent und in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern sind es 61 Prozent.
Rund drei Viertel der Personen, deren Einkommen zwischen 2.500 und 4.500 Euro pro Monat liegt, stimmen der Aussage zu. Bei Bürgern, die weniger als 2.500 Euro verdienen, sind es 67 Prozent. 60 Prozent der Befragten, die mehr als 4.500 Euro verdienen, wollen strengere Voraussetzungen für Migranten.
Auch Beamte sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen
Um die Rente zu reformieren, wollen 86 Prozent, dass Beamte, Selbstständige und Politiker in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden. Dabei lehnen 69 Prozent den Vorschlag ab, dass die Beiträge zur Rentenversicherung und die Leistungen auf ein Minimum gesenkt werden, damit stärker auf die Eigenverantwortung der Bürger gesetzt werden kann.
Zudem ergab die Umfrage, dass 81 Prozent der Deutschen finden, dass der Wohlstand im Land ungerecht verteilt ist. Für 42 Prozent ist es besonders wichtig, dass eine Person, die mehr leistet, auch mehr verdienen soll. 32 Prozent sind der Meinung, dass die Unterschiede bei Einkommen und Vermögen nicht zu groß werden sollen. Dass sich die Gesellschaft um die Schwachen kümmern soll, meinen 23 Prozent.
47 Prozent würden persönliche Einschnitte hinnehmen, damit das Sozialsystem für die Zukunft gesichert ist. Genauso viele sind gegenteiliger Meinung. Die Aussage, dass mehr gearbeitet werden muss, damit der Wohlstand in Deutschland gesichert wird, lehnen 63 Prozent der Befragten ab. (mas)





