ERFURT. Mehr als zwei Drittel der Deutschen haben dafür ausgesprochen, dass Friedrich Merz (CDU) in der kommenden Legislaturperiode nicht wieder Bundeskanzler wird. Insgesamt sind laut einer Befragung des Meinungsforschungsinstituts Insa 68 Prozent gegen und nur 17 Prozent für eine Wiederwahl.
Auch eine relative Mehrheit von 45 Prozent der Unionsanhänger will demnach nicht, dass Merz in der kommenden Legislaturperiode noch einmal Kanzler wird. 42 Prozent waren gegenteiliger Meinung, vier gaben an, es sei ihnen egal und weitere neun Prozent haben keine Meinung dazu. Anhänger des Koalitionspartners, der SPD, sind zu 22 Prozent für weitere vier Jahre unter Merz. 65 Prozent der Sozialdemokraten sind dagegen.
Unbeliebt bei allen Parteien
Eine deutliche Mehrheit gegen Merz gibt es auch bei Unterstützern der AfD (84 Prozent), den Grünen (74 Prozent), der Linkspartei (88 Prozent), dem BSW (89 Prozent) und der FDP (74 Prozent).
Bei der Frage, aus welcher Partei der nächste Regierungschef kommen soll, liegt die AfD mit 27 Prozent vorn. Für einen Kanzler aus der Union oder der SPD sind jeweils 13 Prozent, von den Grünen elf Prozent und von den Linken neun Prozent.

Besonders AfD-Anhänger sind mit 88 Prozent dafür, dass der Kanzler aus ihrer Partei kommt. Bei den Unterstützern der CDU und CSU sind 67 Prozent für einen Unionspolitiker, bei denen der SPD wünschen sich 74 Prozent einen Sozialdemokraten. Auch bei Grünen (72 Prozent) und der Linkspartei (63 Prozent) präferiert eine Mehrheit einen Kanzler aus den eigenen Reihen.
Zweifel an der Brandmauer sogar in der Kanzlerpartei
Zudem schätzt knapp ein Drittel der Befragten, dass die CDU künftig eine Koalition mit der AfD oder mit den Linken eingehen werde. Nur 18 Prozent gehen davon aus, dass sie mit keiner der beiden Parteien zusammenarbeiten werde.
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Im Vergleich zur vergangenen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa sinkt die Union auf 24 Prozent (minus ein Prozentpunkt), die AfD steigt auf 26,5 Prozent (plus 0,5 Prozentpunkte) und die Linke auf elf Prozent (plus ein Prozentpunkt). Die SPD bleibt bei 14 Prozent, die Grünen bei 12,5 Prozent und die FDP sowie das BSW bei 3,5 Prozent. (mas)






