BERLIN. Die AfD-Fraktion hat für Donnerstag eine „Aktuelle Stunde“ im Bundestag mit dem Titel „Schulskandal der Amadeu Antonio Stiftung“ beantragt und durchgesetzt. Sie wird voraussichtlich 14:30 Uhr stattfinden. Dabei soll das Parlament über die Vorkommnisse an der Oberschule Schleife im Landkreis Görlitz diskutieren.
Dort hatten non-binäre Aktivistinnen der „Sozialistischen Jugend – Die Falken“ vor 14- bis 15jährigen Schülern Porno-Bilder von Homosexuellen und Anti-AfD-Flyer ausgebreitet, wie die JUNGE FREIHEIT enthüllt hatte. Darüber hinaus sollten die Neuntklässler ihre Namen ablegen und sich non-binäre Pronomen aussuchen. Bezahlt wurden die beiden von der Amadeu Antonio Stiftung und zum Teil auch von der Schule (die JF berichtete).
Chrupalla wird zum Porno-Skandal reden
Nach Informationen der JF wird Fraktionschef Tino Chrupalla für die AfD bei der „Aktuellen Stunde“ sprechen. Der Skandal fand in seinem Wahlkreis Görlitz statt. Eltern hatten sich frühzeitig an den 51jährigen gewandt und ihn über die Vorkommnisse informiert.
Chrupalla sagte der JF, er wolle den Fokus in seiner Rede im Bundestag nicht nur auf linke NGOs legen. Es gehe ihm grundsätzlich darum, dass er es für schwierig halte, wenn Menschen, die keine Lehrer sind, mit Kindern Schulprojekte veranstalten.

Schule sollen wieder neutrale Orte werden
Auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Aktuellen Stunde äußerte sich der Bildungsexperte der AfD-Fraktion, Götz Frömming, am heutigen Dienstag ähnlich: „Wir wollen diese einseitige politische Indoktrination von links nicht ersetzen durch eine von rechts. Wir wollen, dass Schulen wieder neutrale Orte sind, wo Bildung und Wissen im Mittelpunkt stehen, unser Grundgesetz, ja auch unsere Tradition und Werte.“
Der promovierte Gymnasiallehrer sagte, „dass wir diesen einseitigen Einfluss von NGOs, und es sind ja nicht nur einzelne, sondern hier hat sich ein ganzes Netzwerk entwickelt“, begrenzen möchten. Es gebe einen „NGO-Komplex von Hunderten gar nicht mehr zu überblickenden Initiativen, Firmen, Vereinen, die alle Steuergeld bekommen, das häufig weitergereicht wird“.
„Einseitige politische Indoktrination von links“
Im Fall der Oberschule Schleife sei es so gewesen, „dass die Amadeo-Antonio-Stiftung das Geld hatte, selbst aber das Seminar gar nicht durchgeführt hat, sondern es wurde weitergereicht an eine Berliner Untergruppe der Sozialistischen Jugend, die dann mit ihrem Programmvorschlag an die Schule herangetreten ist“.
Frömming ergänzte: „Das hat ein Ausmaß angenommen, wo man einfach mal die Frage stellen muss: Ist das in dieser Dimension überhaupt vernünftig und richtig?“ Er betonte: „Es geht hier darum, dass unsere Kinder in der Schule etwas lernen.“ Bildung und Wissen sollten im Mittelpunkt stehen „und nicht irgendwie der Versuch, sie schon in einem zarten Alter ihre eigene Geschlechtlichkeit hinterfragen zu lassen oder auf dem Vehikel der Schule zu versuchen, ein neues Menschenbild durchzusetzen.“ Das sei nach Auffassung der AfD nicht Aufgabe der Schule. (fh)





