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Schwere Vorwürfe: AfD schmeißt tschetschenischen Influencer raus

Schwere Vorwürfe: AfD schmeißt tschetschenischen Influencer raus

Schwere Vorwürfe: AfD schmeißt tschetschenischen Influencer raus

Der sich als „Noah Krieger“ bezeichnende Influencer Murad Dadajew: Ein Schießtraining wurde ihm endgültig zum Verhängnis. Jetzt ist er raus bei der AfD. (Themenbild/Collage)
Der sich als „Noah Krieger“ bezeichnende Influencer Murad Dadajew: Ein Schießtraining wurde ihm endgültig zum Verhängnis. Jetzt ist er raus bei der AfD. (Themenbild/Collage)
Der sich als „Noah Krieger“ bezeichnende Influencer Murad Dadajew: Ein Schießtraining wurde ihm endgültig zum Verhängnis. Fotos: Screenshot JF/Instagram /// picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
Schwere Vorwürfe
 

AfD schmeißt tschetschenischen Influencer raus

Er ließ sich monatelang mit den engsten Vertrauten des Anführers von Tschetschenien ablichten: Jetzt fliegt der sich als „Noah Krieger“ bezeichnende prorussische Influencer raus aus der AfD, erfuhr die JF.
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BERLIN. Nach Streit um seine Tschetschenienreisen hat die AfD den Influencer Noah Krieger ausgeschlossen. Das Landesschiedsgericht der Partei in Niedersachsen gab am Samstag morgen dem Antrag des Kreisverbandes Hannover statt, wie die JUNGE FREIHEIT erfuhr. Krieger selbst blieb der mündlichen Verhandlung fern.

Anlass für das Ausschlussverfahren war eine Reise Kriegers, der bürgerlich Murad Dadajew heißt, in die russische Teilrepublik im März. Unter anderem hatte er auf Instagram ein Bild geteilt, welches ihn bei einem Schießtraining mit einem Polizeioffizier zeigt. Laut dem Blog „Correctiv“ soll es sich dabei um Husan Alchanow handeln, der als Vertrauter des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow gelte.

Zudem ließ sich Dadajew mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der Republik, Achmed Dudajew, sowie dem Anführer des Spezialpolizeiregiments „Achmad Kadyrow“, Samid Tschalajew, ablichten. Nach Angaben der oppositionsnahen Medien wie Nowaja Gaseta ist seine Einheit für außergerichtliche Hinrichtungen in Tschetschenien verantwortlich. Er selbst ist deshalb von der EU-Kommission sanktioniert und darf nicht in die Europäische Union einreisen.

Bruder des Ex-AfD-Manns saß wegen Mordes in Haft

Krieger tritt öffentlich als Unternehmer mit Verbindungen zu Russland auf und hatte einen Veranstaltungsraum in einer Villa in Hannover betrieben. Mitte Dezember 2025 wurde sie allerdings zwangsgeräumt. Grund dafür waren monatelang ausstehende Mietzahlungen.

In seiner Villa empfing er laut dem Portal „Important Stories“ einen Personenschützer zweier Vertrauter Kadyrows. Auch habe er sich demnach mit seinem Bruder Suleiman getroffen, der 2009 wegen eines Mordes an einem Regimekritiker in Österreich zu 18 Jahren Haft verurteilt worden war. Nach seiner vorzeitigen Entlassung 2022 habe er einen Pass unter neuem Namen erhalten.

Kadyrow gilt als einer der loyalsten Vertrauten des russischen Präsidenten Wladimir Putin und ist Kommandant eines Spezialregiments der Nationalgarde Russlands. Die als „Kadyrowzy“ bezeichneten Einheiten beteiligen sich von Beginn an maßgeblich am Ukrainekrieg. Unter anderem hatten sie eine wichtige Rolle bei der Eroberung Mariupols gespielt. Kiew wirft Kadyrow mehrere Kriegsverbrechen in der Ukraine vor. (kuk)

Der sich als „Noah Krieger“ bezeichnende Influencer Murad Dadajew: Ein Schießtraining wurde ihm endgültig zum Verhängnis. Fotos: Screenshot JF/Instagram /// picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte
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