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Vertriebene
 

Union fordert intensivere Forschung zu „Wolfskindern“

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Flüchtlingstreck in Ostpreußen 1945: Bessere Erforschung der „Wolfskinder“ gefordert Foto: Wikimedia/Bundesarchiv

BERLIN. Der vertriebenenpolitische Sprecher der Unionsfraktionen im Bundestag, Klaus Brähmig (CDU), hat sich für eine intensivere Erforschung der so genannten „Wolfskinder“ ausgesprochen. „Es ist sehr erfreulich, daß sich Politik und Medien zunehmend der Thematik dieser Waisenkinder annehmen, von denen viele bis heute nicht wissen, daß sie deutscher Herkunft sind“, sagte Brähmig.

Anlaß war ein Besuch von ehemaligen Wolfskindern aus Litauen bei Bundespräsident Christian Wulff am Dienstag. Die Gruppe war vom Bund der Vertriebenen eingeladen worden. In der Zeit zwischen 1944 und 1947 waren mehrere tausend ostpreußische Kinder, die ihre deutschen Eltern verloren hatten, in die Wälder Litauens geflüchtet. Später gelangten viele dieser Wolfskinder in Kinderheime oder wurden adoptiert.

Brähmig forderte, die Union solle sich weiterhin dafür einsetzen, „daß auch die wissenschaftliche Aufarbeitung intensiviert und das Thema der Wolfskinder, etwa in der Bundesvertriebenenstiftung, behandelt wird“. (FA)

> JF-Interview mit der CDU-Politikerin Gertrud Dempwolf, die als „Mutter der Wolfskinder“ bekannt wurde

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