In den USA ist Forschern ein Durchbruch bei der Energieerzeugung gelungen. Erstmals ist bei einer Kernfusion mehr Energie freigesetzt worden, als aufgewendet wurde. Gerade mit Blick auf weltweit steigende Energiepreise könnte diese „Sonne auf Erden“ den Markt revolutionieren. JF-Autor Marc Schmidt analysiert die Ereignisse.
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Hauptsache ist doch, man jagt einer Illusion hinterher.
… wie der Hund, dem man eine Wurst vor die Schnauze hält und davonzieht.
Dieser sehr kurzzeitig physikalische minimale Erfolg wurde unter riesigem Aufwand erzielt.
Es ist unvorstelbar wie man da einen Nutzen in großem Stil erreichen kann, der noch wirtschaftlich sein sollte.
Naja, wieviel x mal 50 Jahre sollte man darauf noch hoffen?
Für einen doch nicht ganz unbeleckten in Physik hatte ich do so einiges zu ergoogeln, weil mir die nachstehenden Begriffe noch nie begegnet sind :
um 0,525 MJ zu erzeugen, mußten zunächst 302,625 MJ investiert werden, den 600-fachen Aufwand. Wenn es nicht Forschung wäre, müßte ich folgerichtig schließen: Energieverschwendung.
Wie lange werden die forschenden Physiker wohl noch benötigen, um hier zumindest ein Nullsummenergebnis zu erreichen ?
Ich wünsche ihnen trotzdem Erfolg.
jodibel
Energieüberschuß von 20 Prozent, insgesamt bei einer Freisetzung von 3,15 Megajoule. Allerdings: Der Energieüberschuß bezog sich dabei nur auf das Verhältnis zur eingesetzten Menge für die Laser, nicht jedoch auf die gesamte Anlage, die dabei etwa 300 Megajoule verbrauchte. Gleichwohl bleibt die erste positive Energiebilanz ein Meilenstein in der Kernfusionsforschung.
Jodibel, der Taschenspielertrick, mit dem man den „sensationellen Erfolg“ mit Energie Überschuss erreicht hat ist mir sofort aufgefallen und ist die wertvollste Information im Artikel. Die Schlagzeile war überall, Danke an den Autor für die Aufklärung.
Habe mal die witzige Prognose gelesen, die Fusion ist immer in 50 Jahre soweit, unabhängig vom Tag der Ansage. Ich selber bin überzeugt, die Kernfusion wird kommen, aber wir werden sie nicht erleben.
„Habe mal die witzige Prognose gelesen, die Fusion ist immer in 50 Jahre soweit, unabhängig vom Tag der Ansage. “
Ich kenne das in der Version: Die Fusionstechnologie steht inzwischen schon mehr als 50 Jahre lang unmittelbar vor dem Durchbruch.
Danke Jodibel für den ausdrücklichen Hinweis auf die „Ungereimtheiten“ in der Energiebilanz. Ich habe da noch eine Antwort zu Kommentaren der Erstveröffentlichung in der JF vom 14. Dezember d.J. zu dieser Sensationsmeldung aus den USA (https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2022/gruene-kernfusion/) zu geben. Da hatte ich folgendes geschrieben: „Ein Vorgang, der wie die Kernspaltung, Energie freisetzt (exotherm) kann bei seiner Umkehr, eben der Kernfusion, nur Energie verbrauchen (endotherm). Energieerhaltungssatz!!!“ Daraufhin hat mich der Leser Paul Kuhnle auf den Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen hingewiesen. Nun ist aber so, daß das Zusammenfügen (verschmelzen, fusionieren) von kleinen Kernen (ganz gleich, ob es die von Äpfeln oder Birnen handelt) zu größeren Kernen (etwa die von Pflaumen oder Pfirsichen) nur durch Energieaufwendung erzwungen werden kann.
Was sich tatsächlich auf der Sonne abspielt, verschließt sich bislang menschlicher Erkenntnis. Auf gar keinen Fall besteht die Sonne aus einem unerschöpflichen Vorrat an den Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium, die beständig völlig gleichmäßig zu Helium fusionieren, um damit genau nach Maß die Energie zu liefern, die unser Sonnensystem über Jahrmillionen in Gang hält und uns auf der Erde das gewünschte annähernd gleichbleibende Klima liefert.
Das, was auf der Sonne passiert , hat man aus der Erde nachgemacht, und es hat funktioniert. Nur kontrollieren und die Energie nutzen kriegt man nicht hin. Nur die Explosionen von Wasserstoffbomben.
Peter G, auf gar keinen Fall kann die Sonne eine riesige Wasserstoffbombe sein. Wie es mit der irdischen Wasserstoffbombe ist? … Ohne Kernfusion gibts auch keine Wasserstoffbombe.
In der Wasserstoffbombe findet eine glasklare Kernfusion statt mit der entsprechenden Energiefreigabe in Fom einer riesigen Explosion, deutlich intensiver als bei Atombomben. Die Mengen sind gering und sofort aufgebraucht.
Auf der Sonne ist die Wasserstoffexplosion dauerhaft, weil der riesige Druck das Plasma zusammenhält. Es ist richtig, dass das Material verbraucht wird, dadurch weniger wird, dadurch lässt der Druck langsam nach. Dabei dehnt sich die Sonne aus, in 4 Mrd Jahren weiter als der Erdenorbit (das wars dann mit der Erde), und erlischt zum Schluß.
Endlich ist das Material der Sonne schon aber reich für 8 Mrd Jahre, rund die Hälfte hat sie weg.
Ich verstehe nicht, warum Sie diese Prozesse anzweifeln, es ist doch Allgemeinwissen. Dass man vor 100 Jahren sich keinen Kernreaktor vorstellen konnte ist klar, aber heute?
Gerhard, die Energien, die Atomkerne zusammenhalten, spalten und zusammenfügen, kann man nicht mit den üblichen einfachen Energiegleichungen beschreiben. Verbrennen ist Verbinden mit O2 und setzt Energie frei, Photosynthese oder Elekrolyse ist der Umkehrprozess und geht nur durch Zuführung von Energie. Richtig!
Kernspaltung und Kernfusion dagegen sind völlig unterschiedliche Prozesse, die nichts miteinander zu tun haben.
Peter G., mit dem Allgemeinwissen ist es so eine Sache. Da ist manches Wissenschaftsmärchen dabei. Aber ich kann da hier nicht weiter widersprechen. Also lassen wir es erst einmal so stehen. Aber ich bin sicher, wir kommen darauf zurück.
Ja, sorry, so ist es:
1. Die deutschen sehr gut ausgebildeten Atomphysiker werden auswandern (müssen) um ihre Wissenschaft gut dotiert weiter zu entwickeln (Z.B. W. v. Braun auf seinem Sektor).
2. Die „umweltfreundlichen“ E-PKWs nehmen, dank sehr guter Förderung, weiter zu.
3. Leider werden wir keinen Strom für den E-Autos Mehrbedarf haben.
Genau das wird den orientierungslosen „Grünen“ ins Konzept passen; und zwar so:
4. Aus der Not heraus stimmen wir dem Neubau von weiteren AKWs zustimmen.
5. Sind wir steuerzahlenden Bürger die Idioten oder die unsere Steuer kassierenden,
verschenkenden und intelligenten (Staats)bürger?
USA, China, Frankreich – dort kann noch geforscht werden. Die mittlerweile in der deutschen Politik, in den Medien und den Bildungseinrichtungen gefeierte Technikfeindlichkeit wird den Standort Deutschland bald endgültig vernichtet haben.
Spitze ist man bei Pseudomoral und Präpotenz.
Vielleicht könnte man die ausländischen Forschungsstandorte mit deutschem Personal beglücken? Wie wäre es mit grün-roten Funktionären aus Berlin? Die können zwar nicht erklären wie man eine demokratische Wahl korrekt abhält, dazu ist man nachweislich nicht in der Lage – aber wie man sich trotz derartiger Inkompetenz an der Macht hält!
Oder ein ehem. Berliner Bürgermeister, der sich als großer Flughafenarchitekt gefühlt hat. Der könnte dort erklären, wie man Milliarden an Steuergeldern sinnlos verheizt.
Vielleicht deutsche Fußballer – soll man die dort hinschicken? Nicht als Männer, schon gar nicht als Fußballer (davon verstehen die nichts mehr), aber als Trans- und Bindenbotschafter.
Doch ich fürchte, das ausländische Interesse an diesen deutschen Kompetenzen ist überschaubar. Am ehesten kann noch der Berliner Filz punkten – vielleicht als engagierte Helfer zum Erhalt afrikanischer Diktaturen?
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