Anzeige
Anzeige
AfD Bundestagsfraktion, Spritpreise, Steuern runter

Neue Auswertung: Die Kosten für Pflegeheimbewohner explodieren

Neue Auswertung: Die Kosten für Pflegeheimbewohner explodieren

Neue Auswertung: Die Kosten für Pflegeheimbewohner explodieren

Eine ältere Frau greift in einem Pflegeheim nach einem Trinkbecher (Symbolbild).
Eine ältere Frau greift in einem Pflegeheim nach einem Trinkbecher (Symbolbild).
Eine ältere Frau greift in einem Pflegeheim nach einem Trinkbecher (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa | Elisa Schu
Neue Auswertung
 

Die Kosten für Pflegeheimbewohner explodieren

Die Pflegekosten steigen deutlich – und in diesem Jahr müssen jene Bedürftigen, die stationär versorgt werden, hunderte Euro mehr bezahlen. Der Verband der Ersatzkassen sieht die Politik in der Pflicht, dem entgegenzuwirken.
Anzeige

BERLIN. Die Kosten für Pflegeheimbewohner in Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. 2026 müssen Menschen in stationärer Pflege durchschnittlich 3.364 Euro Eigenbeteiligung pro Monat zahlen, teilte der Verband der Ersatzkassen (vdek) am Dienstag mit. Das entspricht einem Anstieg um 256 Euro gegenüber dem Vorjahr, prozentual also um 8,2 Prozent.

Der Verband führt die Entwicklung insbesondere auf die „hohen Steigerungen“ bei den Personalkosten zurück. „Es kann nicht sein, dass das zu immer stärkeren Belastungen der Bedürftigen führt“, sagte vdek-Chefin Ulrike Elsner. Es brauche eine Begrenzung des Kostenanstiegs. Zudem forderte sie, dass die Bundesländer die Kosten für Investitionen und Ausbildung der Beschäftigten vollständig übernehmen. „Dann müssten Heimbewohner auf einen Schlag monatlich 649 Euro im Durchschnitt bezahlen.“

Zahl der Pflegebedürftigen doppelt so hoch wie 2015

Für das kommende Jahr rechnen die Pflegekassen mit einem Defizit von 7,6 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte bereits im Juni einen Reformentwurf vorgelegt, um die drohende Lücke zu schließen. Unter anderem sollen Entlastungsbeiträge an die Bedürftigen reduziert und die Verweildauer für die Leistungszuschläge verlängert werden. Zudem will Warken den Kinderlosenzuschlag zur Pflegeversicherung im kommenden Jahr von 0,1 Prozent des Bruttolohns auf 0,7 Prozent erhöhen (JF berichtete).

Von 2015 bis 2025 hatte sich die Zahl der Pflegebedürftigen auf rund sechs Millionen verdoppelt, teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen im Mai mit (JF berichtete). Dies stelle die Versicherer vor finanzielle und strukturelle Herausforderungen, warnte der Verbandsvorsitzende Oliver Blatt. Zur gleichen Zeit stiegen die Ausgaben der zuständigen Versicherungsträger noch stärker, von 28,3 Milliarden Euro auf 70,4 Milliarden Euro. Laut der Barmer-Krankenkasse sei die Alterung der Gesellschaft jedoch nicht der zentrale Treiber der Kostenerhöhungen, sondern die 2017 erfolgte Leistungsausweitung. (kuk)

Eine ältere Frau greift in einem Pflegeheim nach einem Trinkbecher (Symbolbild). Foto: picture alliance/dpa | Elisa Schu
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles