Die Corona-Krise trifft die deutsche Industrie schwer (Symbolbild) Foto: picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB
Die Corona-Krise trifft die deutsche Industrie schwer (Symbolbild) Foto: picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB
Rückgang des Bruttoinlandsprodukts

Wirtschaftsweise korrigieren Konjunkturprognose nach unten

BERLIN. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung  hat die Konjunkturprognose für Deutschland nach unten korrigiert. „Der Lockdown hat länger gedauert, und die Außenwirtschaft wird härter getroffen als erwartet. Vor allem im Hinblick auf die USA waren wir deutlich zu optimistisch“, sagte der Präsident des Gremiums, Lars Feld, am Freitag den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Die im März aufgestellte Prognose, nach der die Wirtschaftsleistung zwischen 2,8 und 5,4 Prozent sinke, müsse nun angesichts des größeren Ausmaßes der Corona-Krise korrigiert werden. „Wir haben in diesem Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erwarten, der voraussichtlich zwischen minus sechs Prozent und minus sieben Prozent liegen wird“, führte Feld, der Mitglied der fünfköpfigen Runde ist, die auch „Wirtschaftsweise“ genannt wird, aus.

Deutscher Industrie brechen Aufträge auf Rekordniveau weg

Zuletzt hatten sich die Prognosen mehrerer Wirtschaftsexperten für dieses Jahr zwischen einem Konjunkturminus von sieben und zehn Prozent bewegt. Auch die Bundesbank rechnet mit einem deutlichen Rückgang des BIP. Nach jüngster Prognose soll es um 7,1 Prozent fallen.

Derweil leidet auch die deutsche Industrie unter der Corona-Krise. Im April seien 25,8 Prozent weniger Aufträge als im Vormonat eingegangen. Das sei der stärkste Rückgang seit Beginn der Statistik 1991, berichtete das Wirtschaftsministerium am Freitag. (zit)

Die Corona-Krise trifft die deutsche Industrie schwer (Symbolbild) Foto: picture alliance/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB

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