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Migrationspolitik: „Refugees Welcome“ – aber bitte nicht bei uns im Grünen-Kiez

Migrationspolitik: „Refugees Welcome“ – aber bitte nicht bei uns im Grünen-Kiez

Migrationspolitik: „Refugees Welcome“ – aber bitte nicht bei uns im Grünen-Kiez

Refugees Welcome steht auf einem Haus in Friedrichshain-Kreuzberg. Doch ein Blick auf die Fakten zeigt, die größtenteils linken Bewohner des Bezirks bleiben am liebsten unter sich. Symbolbild: picture alliance / Bildagentur-online/Joko | Bildagentur-online/Joko
Refugees Welcome steht auf einem Haus in Friedrichshain-Kreuzberg. Doch ein Blick auf die Fakten zeigt, die größtenteils linken Bewohner des Bezirks bleiben am liebsten unter sich. Symbolbild: picture alliance / Bildagentur-online/Joko | Bildagentur-online/Joko
Refugees Welcome steht auf einem Haus in Friedrichshain-Kreuzberg. Doch ein Blick auf die Fakten zeigt, die größtenteils linken Bewohner des Bezirks bleiben am liebsten unter sich. Symbolbild: picture alliance / Bildagentur-online/Joko | Bildagentur-online/Joko
Migrationspolitik
 

„Refugees Welcome“ – aber bitte nicht bei uns im Grünen-Kiez

Sie rufen „Refugees Welcome“, nehmen aber keine auf. In Berlin gilt: Je stärker die Grünen in einem Bezirk sind, desto weniger Asylbewerber bringen sie unter. Die Last tragen dann Stadtteile mit besonders vielen AfD-Wählern.
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BERLIN. Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten hat aktuelle Zahlen zur Verteilung von Migranten in Berliner Landesunterkünften veröffentlicht. Sie zeigen eine auffällige Schieflage: Dort, wo die politische Zustimmung zu besonders migrationsfreundlichen Parteien besonders stark ist, bleiben die Unterkünfte vergleichsweise leer.

Am deutlichsten ist das in Friedrichshain-Kreuzberg. Der Bezirk gilt als Symbolort der Willkommenskultur. Bei der Wiederholungswahl zum Abgeordnetenhaus 2023 kamen Grüne und Linke dort zusammen auf 54,6 Prozent der Zweitstimmen.

Die Grünen gewannen fünf der sechs Wahlkreise, die Linke einen. „Refugees“ müssten dort also besonders „welcome“ sein. In den Unterkünften des Landes Berlin leben nach der aktuellen Verteilung aber nur 2,44 Prozent der landesweit untergebrachten Migranten. Auch Mitte passt in das Bild. Dort holten Grüne und Linke zusammen 43,0 Prozent der Zweitstimmen. Fünf der sieben Wahlkreise gingen an die Grünen. Der Anteil des Bezirks an der Unterbringung von Migranten liegt jedoch bei 4,19 Prozent.

In nicht links-woken Bezirken sind die meisten Migranten untergebracht

Ganz anders sieht es in Bezirken aus, die politisch deutlich weniger grün geprägt sind. Lichtenberg trägt 13,07 Prozent der Unterbringung. In Marzahn-Hellersdorf sind es 11,32 Prozent. Dort kamen die Grünen bei der Berlin-Wahl 2023 nur auf 5,5 Prozent der Zweitstimmen. Die AfD erreichte 19,2 Prozent.

Ein bisschen aus dem Bild fällt Pankow. Im zweitgrößten Bezirk Berlins leben 15,29 Prozent der in Landesunterkünften untergebrachten Migranten. Politisch ist der Bezirk allerdings gemischt. Die Grünen kamen 2023 auf 22,5 Prozent, die Linke auf 16,2 Prozent. Zugleich gewann die CDU mehrere Wahlkreise im Norden des Bezirks. Tempelhof-Schöneberg trägt mit 12,99 Prozent ebenfalls einen hohen Anteil. Auch dort ist die politische Landkarte geteilt. In Schöneberg sind Grüne und SPD stark, im Süden dominierte 2023 die CDU. Der Bezirk steht damit zwischen Innenstadtmilieu und Randbezirk.

 

Die Zahlen basieren auf den Belegungsmeldungen der Unterkunftsbetreiber an das LFU und werden einmal monatlich aktualisiert. Screenshot: Berlin.de / JF
Die Zahlen basieren auf den Belegungsmeldungen der Unterkunftsbetreiber an das LFU und werden einmal monatlich aktualisiert. Screenshot: Berlin.de / JF

Nachbarschaften tragen die Folgen

Klar ist, Asylunterkünfte prägen den Alltag in den betroffenen Kiezen besonders stark: Schulen, soziale Einrichtungen, Sicherheitsbehörden und Nachbarschaften müssen die Folgen unmittelbar bewältigen.

Die lauteste Zustimmung zur Willkommenskultur kommt in Berlin oft aus jenen Gegenden, in denen die staatliche Unterbringung nur eine romantische Vorstellung ist.

Refugees Welcome steht auf einem Haus in Friedrichshain-Kreuzberg. Doch ein Blick auf die Fakten zeigt, die größtenteils linken Bewohner des Bezirks bleiben am liebsten unter sich. Symbolbild: picture alliance / Bildagentur-online/Joko | Bildagentur-online/Joko
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