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Imam-Riza-Moschee: Trauergottesdienst für Diktator Chamenei in Berlin

Imam-Riza-Moschee: Trauergottesdienst für Diktator Chamenei in Berlin

Imam-Riza-Moschee: Trauergottesdienst für Diktator Chamenei in Berlin

Die Imam-Riza-Moschee in Berlin-Neukölln und ein um Chamenei trauernder Iraner am Sonntag in Teheran.
Die Imam-Riza-Moschee in Berlin-Neukölln und ein um Chamenei trauernder Iraner am Sonntag in Teheran.
Die Imam-Riza-Moschee in Berlin-Neukölln und ein um Chamenei trauernder Iraner am Sonntag in Teheran. Fotos: IMAGO (2) / Emmanuele Contini & Xinhua
Imam-Riza-Moschee
 

Trauergottesdienst für Diktator Chamenei in Berlin

Während viele Exil-Iraner in Berlin den Tod des Diktators feiern, findet in einer Neuköllner Moschee ein Trauergottesdienst für Ali Chamenei statt. Davor versammeln sich Demonstranten.
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BERLIN. In der Imam-Riza-Moschee unweit des Berliner Rathauses Neukölln haben 80 Anhänger des Mullah-Regimes am Sonntagabend den bei einem israelischen Bombenangrifft getöteten iranischen Diktator Ayatollah Ali Chamenei betrauert. Der iranische Präsident Massud Peseschkian drohte Rache für den Tod des Staatsoberhauptes an (die JF berichtete). Seitdem bombardiert der Iran auch umliegende Golfstaaten.

Während des schiitischen Gottesdienstes in der Neuköllner Reuterstraße versammelten sich laut Polizei ebenso 80 Gegendemonstranten, meist Menschen, die vor dem Terror gegen Andersdenkende aus ihrem Heimatland geflohen waren.

Der Tagesspiegel berichtete über einen entsprechenden Aufruf zu dem Trauergottesdienst, der vorher im Internet verbreitet worden war. Die Polizei bestätigte die Veranstaltung und teilte mit, daß Beamte diese beobachteten.

Chamenei, Soleimani, Hisbollah

Die vorwiegend von schiitischen Türken betriebene Imam-Riza-Moschee ist seit Jahren als eng mit dem iranischen Regime verbundener Ort bekannt. Im Januar 2020 fand dort bereits eine ähnliche Veranstaltung statt, als US-Soldaten im Irak den General der iranischen Al-Quds-Brigaden, Qassem Soleimani, töteten. Dieser hatte die Einsätze der berüchtigten iranischen Revolutionsgarden im Ausland organisiert.

Die Neuköllner Moschee wird wegen ihrer Nähe zu islamistischen Extremisten vom Verfassungsschutz beobachtet. Sie zählt zu den wichtigsten Gebetshäusern Berlins, in denen der schiitische Islam gepredigt wird. Dieser wiederum ist Staatsreligion im Iran. Chamenei trug den Titel Ajatollah, den höchsten schiitischen Titel.

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Der Moschee wird auch vorgeworfen, die Terrororganisation Hisbollah zu verherrlichen. Der Imam Tevekkül Erol soll laut eines früheren Welt-Berichtes die Flagge der gefürchteten Miliz mit einem Maschinengewehr in den sozialen Netzwerken gepostet haben. Neben Türken sollen auch Libanesen zu den Besuchern der Einrichtung gehören. (fh)

Die Imam-Riza-Moschee in Berlin-Neukölln und ein um Chamenei trauernder Iraner am Sonntag in Teheran. Fotos: IMAGO (2) / Emmanuele Contini & Xinhua
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