STADE. Schwere Vorwürfe gegen die 65-jährige deutsche Mitarbeiterin eine Migranten-Lobbyorganisation: Wie „Nius“ berichtet, soll die Frau den mutmaßlichen sechsfachen Mörder von Stade, Fatih Khan G., nach der Tat zur Flucht verholfen haben.
Sylvia S. steuerte demnach den Mercedes-Benz GLE Coupé mit fast 400 PS, mit dem der 45-jährige Türke flüchtete. Laut dem Bericht soll sie den Täter auch zum Tatort gefahren haben – einer Jugendhilfeeinrichtung in der niedersächsischen Stadt. Rund fünf Wochen vor dem Massaker vom Montag sei der teure Wagen auf sie umgemeldet worden.
Die bundesweite Organisation, für die die Frau als Familien- und Migrationsberaterin arbeitet, wird von der Bundesregierung über das Programm „Demokratie leben!“ gefördert, berichtet „Nius“, ohne den Namen der Migrations-NGO zu nennen. Allein in diesem und im vergangenen Jahr erhielt die Organisation demnach insgesamt fast 900.000 Euro Steuergeld.
Baby erlitt Schütteltrauma
Fatih Khan G. wird beschuldigt, am Montag in der Einrichtung, in der sein drei Monate altes Kind und dessen Mutter untergebracht ist, um sich geschossen und sechs Mitarbeiter der Jugendhilfe und des Jugendamts getötet zu haben (die JF berichtete).
Bereits kurz nach der Geburt musste das Baby zunächst in der Medizinischen Hochschule Hannover und später in einem Kinderkrankenhaus wegen eines Schütteltraumas behandelt werden. Der Vater steht seitdem im Verdacht, das Kind misshandelt zu haben.
Die 65-jährige Frau, die dem Schützen bei der Flucht half, hatte sich schon vorher für ihn eingesetzt. In einem 20-seitigen Brief unter anderem an die Hannoversche Allgemeine Zeitung habe sie den Mann gegen die Vorwürfe in Schutz genommen. Wie das Medium berichtet, behauptet sie darin, der Vater sei im Halbschlaf mit seinem Kopf gegen den des Kindes gestoßen. Es habe sich nicht um eine Misshandlung, sondern um einen Unfall gehandelt.
Migrations-Aktivistin wieder auf freiem Fuß
Nachdem das Baby ins Krankenhaus gekommen war, soll der Vater und spätere Schütze sogar versucht haben, eine Notoperation des Kindes per Polizeieinsatz zu verhindern. Die Ärzte erstatteten daraufhin Anzeige gegen ihn wegen aggressiven Verhaltens. Schließlich kam das Kind in die Obhut des Jugendamtes. Ein Familiengericht erlaubte später die Rückkehr zur Mutter, allerdings nur in die Kinderhilfseinrichtung in Stade und nicht nach Hannover.

Am Montag sollte dort ein sogenanntes „Hilfeplangespräch“ stattfinden. Sylvia S. fuhr den Vater nach Stade. Nach den tödlichen Schüssen flüchteten beide mit dem Mercedes. Die NGO-Mitarbeitern wurde vorübergehend festgenommen, ist inzwischen aber wieder auf freiem Fuß. Der mutmaßliche Mörder sitzt in Untersuchungshaft. (fh)





