AACHEN. Ein von der Bundespolizei in Aachen festgenommener marokkanischer Intensivtäter hat in Europa insgesamt sieben Identitäten angenommen – und hatte elf offene Fahndungen gegen sich vorliegen. So suchten unter anderem die Staatsanwaltschaften in Köln, Freiburg, Mainz, Dortmund und Offenburg nach dem Mann, wie die Polizei mitteilte.
Die Vorwürfe reichen von Diebstahl und Hausfriedensbruch bis zu Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz und dem Erschleichen von Leistungen. Die Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Bundespolizeidirektion Stuttgart suchten den Mann gar mit Haftbefehl – wegen einer nichtgezahlten Geldstrafe von beinahe 500 Euro und eines Einreise- und Aufenthaltsverbots.
Erstmals reiste er 2024 ein
Der 21jährige war am Montag aus Belgien eingereist. Als ihn die Polizei überprüfte, zeigte er zunächst den Bewohnerausweis einer belgischen Asylunterkunft vor. Als die Beamten jedoch Fingerabdrücke nahmen, war das Erstaunen groß: Ganze sieben verschiedene Personaldaten lagen zu der Person vor, dazu noch die Liste an Strafvorwürfen.
Erstmals war der Mann im Oktober 2024 in die Bundesrepublik eingereist – und seit dieser Zeit offenbar mit hoher krimineller Energie im gesamten Land unterwegs. Nun wurde er erst einmal in die JVA Aachen überstellt. (lb)





