BERLIN. Alice Schwarzer hat ihre Äußerung eingeordnet, daß eine Kanzlerin Alice Weidel „ermutigend für Frauen“ wäre. „Das habe ich so nicht gesagt“, beteuerte sie im am Donnerstag veröffentlichten Interview mit dem Tagesspiegel. „Ich habe auf die Frage des Kollegen Feldenkirchen, ob eine Kanzlerin Weidel ermutigend für Frauen wäre, geantwortet, das sei schwierig zu sagen, aber vermutlich trotz alledem Ja.“
Die Feministin ergänzte, daß sie persönlich eine Kanzlerin Weidel „nicht ermutigend“ finde. „Ich finde ja die gesamte AfD eine Katastrophe und bedaure, daß sie durch eine in Teilen unrealistische Migrationspolitik so wachsen konnte.“
Schwarzer: „Schwierig, ne?“
Am Mittwoch hatte der Spiegel das von Markus Feldenkirchen moderierte sogenannte „Spitzengespräch“ mit Schwarzer veröffentlicht. Darin hatte der Journalist die Feministin wörtlich gefragt: „Wenn Alice Weidel nach Angela Merkel die nächste Bundeskanzlerin würde: Wie gut wäre das für die Sache der Frauen?“
Daraufhin hatte Schwarzer zunächst gesagt: „Schwierig, ne? Das ist schwierig.“ Daraufhin stellte Feldenkirchen fest: „Ich höre da eine gewisse Ambivalenz raus.“ Seine Interview-Partnerin sagte dann, daß Feldenkirchen ja nicht nach der Person an sich frage. Schließlich kam sie zu dem Ergebnis: „Ähhh … Das wäre sicherlich, hätte trotz alledem sicherlich auch den Effekt … ähhh … ermutigend für Frauen zu sein – wahrscheinlich, unter anderem, ja.“
Ihr Frauenmagazin Emma schrieb am Donnerstag, die Aussage werde wie üblich skandalisiert und aus dem Zusammenhang gerissen. „Findet Alice Schwarzer, daß Weidel gut für Frauen wäre? Nein.“ (ser)






