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AfD in Sachsen-Anhalt: „Geschmäckle“: Chrupalla äußert sich zu Vetternwirtschafts-Vorwürfen

AfD in Sachsen-Anhalt: „Geschmäckle“: Chrupalla äußert sich zu Vetternwirtschafts-Vorwürfen

AfD in Sachsen-Anhalt: „Geschmäckle“: Chrupalla äußert sich zu Vetternwirtschafts-Vorwürfen

In the picture, from left: Caren Miosga, Tino Chrupalla (Co-Federal Spokesperson for the AfD), GER, Berlin, studio, guest on Caren Miosga's political talk show, TV, format, with presenter, Das Erste, from Adlershof – at Studio 20, topic: Is Trump a role model for Germany, Mr. Chrupalla? February 8, 2026
In the picture, from left: Caren Miosga, Tino Chrupalla (Co-Federal Spokesperson for the AfD), GER, Berlin, studio, guest on Caren Miosga's political talk show, TV, format, with presenter, Das Erste, from Adlershof – at Studio 20, topic: Is Trump a role model for Germany, Mr. Chrupalla? February 8, 2026
Tino Chrupalla bei Miosga: Störgefühl beim Parteichef. Foto: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
AfD in Sachsen-Anhalt
 

„Geschmäckle“: Chrupalla äußert sich zu Vetternwirtschafts-Vorwürfen

Nach Vetternwirtschafts-Vorwürfen gegen die AfD in Sachsen-Anhalt äußert sich nun auch Parteichef Chrupalla zu den Fällen. Die Einstellung von Familienmitgliedern anderer AfD-Mandatsträger sei zwar nicht rechtswidrig, doch glücklich zeigt er sich damit nicht.
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BERLIN. Der Partei- und Fraktionsvorsitzende der AfD, Tino Chrupalla, hat sich irritiert über Vetternwirtschafts-Vorwürfe gegen seine Partei in Sachsen-Anhalt geäußert. „Es ist möglich und damit nicht rechtswidrig. Aber ja, ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ich finde es trotzdem schwierig“, sagte er am Sonntag in der ARD-Talkshow von Caren Miosga. Bei dem Thema empfinde er ein gewisses „Störgefühl“.

Chrupalla wies allerdings auch darauf hin, daß die diskutierten Fälle rechtlich nicht zu beanstanden seien. Zudem würden auch in anderen Parteien Familienmitglieder angestellt. Hintergrund sind Berichte über zahlreiche Anstellungen von Familienmitgliedern von AfD-Mandatsträgern in Sachsen-Anhalt (JF berichtete). Prominentestes Beispiel ist laut einem Bericht der ZDF-Sendung „Frontal“ der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Ulrich Siegmund. Dessen Vater arbeitet demnach im Büro des sachsen-anhaltinischen Bundestagsabgeordneten Thomas Korell und erhält dafür monatlich 7.725 Euro.

Siegmund verteidigt Anstellungen

Kein Einzelfall in seinem Landesverband: Die Ehefrau von Siegmunds Stellvertreter in der Fraktion, Hans-Thomas Tillschneider, sei einige Monate beim Bundestagsabgeordneten Jan Wenzel Schmidt angestellt gewesen, wie die Magdeburger Volksstimme berichtete. Die Eltern des Landtagsabgeordneten Matthias Büttner sind laut ZDF genau wie Siegmunds Vater für das Büro Korell tätig.

Sie sollen monatlich jeweils 556 Euro verdienen. Auch die drei Geschwister des Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, arbeiten im Bundestag – bei der Abgeordneten Claudia Weiss. Und die Tochter von Claudia Weiss wiederum soll für die AfD-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt arbeiten.

Siegmund hatte die Anstellungen der Verwandten bestätigt und verteidigt. In einem Video auf Instagram sagte er, kein Problem damit zu haben, „ein Familienmitglied anzustellen von einem anderen Abgeordneten oder Parteifreund, weil Vertrauen bei uns das Entscheidende ist“. Ihm nütze der bestqualifizierte Mitarbeiter nichts, wenn dieser in Wahrheit für Correctiv, die Titanic oder den Verfassungsschutz tätig sei. (ho)

Tino Chrupalla bei Miosga: Störgefühl beim Parteichef. Foto: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
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