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Präsidentschaftswahl: Portugal: Achtungserfolg für rechten Kandidaten Ventura

Präsidentschaftswahl: Portugal: Achtungserfolg für rechten Kandidaten Ventura

Präsidentschaftswahl: Portugal: Achtungserfolg für rechten Kandidaten Ventura

Vor einem Rednerpult steht der Präsidentschaftskandidat der rechten Chega, André Ventura – gewonnen hat er die Wahl zwar nicht, aber einen Achtungserfolg erzielt
Vor einem Rednerpult steht der Präsidentschaftskandidat der rechten Chega, André Ventura – gewonnen hat er die Wahl zwar nicht, aber einen Achtungserfolg erzielt
Der Präsidentschaftskandidat der rechten Chega, André Ventura. Foto: IMAGO / Anadolu Agency
Präsidentschaftswahl
 

Portugal: Achtungserfolg für rechten Kandidaten Ventura

Er gewinnt nicht – aber er erschüttert das politische Gefüge: André Ventura verpaßt das Präsidentenamt in Portugal, holt mit mehr als 33 Prozent jedoch ein historisches Ergebnis für die rechte Chega. Die Konservativen unterstützten den sozialistischen Kandidaten.
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LISSABON. Bei den portugiesischen Präsidentschaftswahlen hat der Kandidat der rechten Chega, André Ventura, mit mehr als 33 Prozent einen Achtungserfolg errungen. Er unterlag aber dem Kandidaten der Sozialistischen Partei, António José Seguro, der auf rund 66 Prozent der Stimmen kam.

Ventura kommentierte das Ergebnis auf X: „Wir haben die Präsidentschaftswahl nicht gewonnen, aber wir machen Geschichte! Vielen Dank für euer Vertrauen.“ Es sei deutlich geworden, daß die Chega die führende rechte Kraft im Land sei, teilte der Politiker zudem der Presse mit. „Wir werden dieses Land bald regieren.“ Tatsächlich ist die Chega-Partei fast sieben Jahre nach ihrer Gründung bereits zur zweitstärksten Partei aufgestiegen.

Doch auch die Sozialisten verbuchen einen Erfolg: Seguro ist der erste sozialistische Präsident Portugals seit 20 Jahren. „Ich habe Loyalität und Zusammenarbeit mit der Regierung versprochen, und ich werde mein Wort halten“, sagte Seguro in seiner Antrittsrede. „Ich werde niemals eine Gegenmacht sein, aber ich werde ein Präsident sein, der Lösungen und Ergebnisse fordert.“

Konservative und Sozialdemokraten wollten Ventura verhindern

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, gratulierte dem sozialistischen Kandidaten auf X. Das portugiesische Volk habe entschieden und „bemerkenswerte demokratische Resilienz“ demonstriert, schrieb die Politikerin.

Sozialdemokraten und Konservative hatten bereits im Vorfeld angekündigt, Seguro unterstützen zu wollen (JF berichtete). Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Sozialdemokraten, Luís Marques Mendes, hatte etwa angekündigt, für Seguro stimmen zu wollen, da dieser der „einzige Kandidat“ sei, der für Werte wie „Verteidigung der Demokratie, Raum für Mäßigung und Respekt vor dem Ansinnen, alle Portugiesen zu vertreten“, stehe. (lb)

Der Präsidentschaftskandidat der rechten Chega, André Ventura. Foto: IMAGO / Anadolu Agency
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