NÜRNBERG. Wegen der steigenden Miet- und Heizkosten sowie der anziehenden Krankenkassen-Beiträge sind die Leistungen für Bürgergeldempfänger im Januar auf ein neues Rekordhoch gestiegen.
Die Regelsätze von 563 Euro pro Person blieben zwar gleich, aber da der Staat im Rahmen seiner Vollversorgung auch die Nebenkosten übernimmt, erhält jeder Bürgergeld-Haushalt im Durchschnitt nun 1.371 Euro. Das sind 34 Euro mehr als ein Jahr zuvor und entspricht weiteren Mehrkosten von 96,6 Millionen Euro, für die die Steuerzahler aufkommen müssen.
Größter Preistreiber sind die durchschnittlichen Ausgaben für Sozialversicherungen. Sie stiegen um 18 auf nun 240 Euro im Monat. Die Mietkosten legten im Schnitt um 16 auf 568 Euro zu. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.
Bürgergeldempfänger profitieren mehr als Arbeitnehmer
Besonders deutlich wird die Steigerung im Vergleich zu 2022, dem letzten Jahr, bevor das Bürgergeld eingeführt wurde. Damals waren es 1.068 Euro. Inzwischen sind es 303 Euro mehr, was einen Zuwachs von 28,4 Prozent ausmacht.
Menschen, die nicht arbeiten können oder jeden Job verweigern, profitieren damit deutlich stärker als Arbeitnehmer. Denn die Löhne sind laut Statistischem Bundesamt im gleichen Zeitraum nur um 19,4 Prozent gestiegen.

Nur im Januar zahlten die Jobcenter Leistungen in Höhe von 3,9 Milliarden Euro an Bürgergeldempfänger aus. Ein Alleinstehender erhielt im Schnitt 1.076 Euro, ein Paar ohne Kinder 1.489 Euro und ein Paar mit Kindern 2.287 Euro im Monat. (fh)





