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Mit Traktoren: Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur

Mit Traktoren: Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur

Mit Traktoren: Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur

Bauern protestieren gegen das geplante Mercosur-Abkommen - mit ihren Traktoren blockieren sie an der Autobahn-Anschlussstelle Brinkum die Auffahrt zur Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Christian Butt
Bauern protestieren gegen das geplante Mercosur-Abkommen - mit ihren Traktoren blockieren sie an der Autobahn-Anschlussstelle Brinkum die Auffahrt zur Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Christian Butt
Bauern protestieren gegen das geplante Mercosur-Abkommen – mit ihren Traktoren blockieren sie an der Autobahn-Anschlussstelle Brinkum die Auffahrt zur Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Christian Butt
Mit Traktoren
 

Bauern blockieren Autobahnauffahrten aus Protest gegen Mercosur

Landwirte gehen in mehreren Bundesländern mit Traktoren gegen das EU-Mercosur-Abkommen auf die Straße. Sie warnen vor billigen Importen aus Südamerika und fordern Nachverhandlungen.
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HANNOVER. In mehreren Bundesländern haben Landwirte am Donnerstag mit Traktoren an Autobahnauffahrten gegen das geplante Handelsabkommen der Europäischen Union mit den Mercosur-Staaten protestiert. Betroffen waren unter anderem Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Nach Angaben der Polizei kam es zu keinen nennenswerten Verkehrseinschränkungen.

An den Auffahrten der A9 in Coswig, Vockerode, Dessau-Ost und Dessau-Süd lag die Zahl der Teilnehmer im niedrigen zweistelligen Bereich. Die Proteste sind bis in den Nachmittag hinein angemeldet.

Auch an der Autobahnanschlußstelle der A4 bei Schmölln in Thüringen fanden seit den frühen Morgenstunden Kundgebungen statt. Weitere Aktionen wurden aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Hintergrund der Proteste ist die geplante Unterzeichnung des EU-Mercosur-Abkommens. Die Landwirte befürchten eine Benachteiligung der heimischen Landwirtschaft durch günstigere Agrarimporte aus Südamerika und sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.

Bauern sehen Europas Landwirtschaft in Gefahr

Der Deutsche Bauernverband forderte weitere Verhandlungen auf europäischer Ebene. Es müsse über strengere Schutzmechanismen und Kontrollen gesprochen werden. Wirtschaftsforschungsinstitute halten die Sorgen der Bauern hingegen für überzogen und verweisen auf begrenzte Auswirkungen für die europäische Landwirtschaft.

Im Rat der 27 EU-Staaten könnte bereits in den kommenden Tagen über das Abkommen abgestimmt werden. Nachdem Italien nach erneuten Gesprächen von seinem Widerstand abgerückt ist, gilt eine qualifizierte Mehrheit als möglich. Bereits im Jahr 2024 hatte es bundesweit Bauernproteste gegeben, damals gegen den Wegfall von Steuerentlastungen beim Agrardiesel. (rr)

Bauern protestieren gegen das geplante Mercosur-Abkommen – mit ihren Traktoren blockieren sie an der Autobahn-Anschlussstelle Brinkum die Auffahrt zur Autobahn 1 in Fahrtrichtung Hamburg. Foto: picture alliance/dpa | Christian Butt
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