LEIPZIG. „Macht, dass es aufhört“, hat der 33jährige Amokfahrer am Montagnachmittag im sächsischen Dialekt zu Polizisten gesagt, als diese ihn im Leipziger Zentrum festnahmen. Er leistete dabei keinen Widerstand. Das zeigt ein Video von der Polizeiaktion, das in sozialen Netzwerken gepostet wurde.
Zuvor war der Täter am Augustusplatz auf Höhe der Grimmaischen Straße in die Fußgängerzone und von dort aus bis zum Markt gerast und hat mit seinem weißen VW Taigo ein Blutbad angerichtet (die JF berichtete): Zwei Menschen – eine 63jährige Frau und ein 77jähriger Mann, beides Deutsche – tötete er. Insgesamt sind laut Polizei 80 Opfer betroffen, wie viele davon körperlich verletzt wurden, ist unklar. Laut Behörden gibt es drei Schwerverletzte.
Beim Täter soll es sich nach übereinstimmenden Medienberichten um den Boxtrainer Jeffrey K. handeln. Der Mann ist Deutscher. Der JF ist der Nachname bekannt – er lässt nicht auf einen Migrationshintergrund schließen. Erst einen Tag zuvor, am Sonntag, sei er – so berichtet es der MDR – aus einer psychiatrischen Klinik entlassen worden. Die Worte bei der Festnahme klingen danach, als sei er nicht geheilt worden.
Schuster: Täter ist Amokfahrer
Darüber hinaus ist der Festgenommene, bei dem viele Tätowierungen auf den Armen zu sehen sind, auch polizeibekannt. Laut den Ermittlern soll er sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden haben. Die Polizei geht bisher nicht von einem politischen oder religiösen Motiv des Täters aus. Die Rede ist von einer „Beziehungstat“.

Über das konkrete Motiv ist bisher allerdings nichts bekannt. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte, bei dem festgenommenen Fahrer handele es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Einzeltäter, einen Amoktäter. (fh)





