Die Nachfrage nach privaten Sicherheitsdiensten ist groß in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild) Foto: picture alliance / Panther Media | Andriy Popov
Die Nachfrage nach privaten Sicherheitsdiensten ist groß in Nordrhein-Westfalen (Symbolbild) Foto: picture alliance / Panther Media | Andriy Popov

Wachsendes Sicherheitsbedürfnis
 

Nordrhein-Westfalen: Private Security-Dienstleister verzeichnen Milliardengewinn

DÜSSELDORF. Die private Sicherheitsbranche hat in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren einen starken wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Unternehmen aus diesem Bereich verzeichneten 2019 einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro, teilte das Statistische Landesamt am Montag mit. Das bedeute im Vergleich zu 2009 eine Zunahme um 63,6 Prozent.

Im Wirtschaftszweig „Sicherheitsdienste mithilfe von Alarmsystemen“ konnten diese im Untersuchungszeitraum ihre Umsätze von 14,3 Millionen Euro auf 128,6 Millionen Euro um das Siebenfache steigern. Auch private Wach- und Sicherheitsdienste konnten an Rhein und Ruhr zulegen. Von 1,7 Milliarden Euro vergrößerten sie ihren Umsatz auf 2,8 Milliarden Euro, obwohl zeitgleich die Zahl der Firmen geringfügig auf 772 sank.

AfD beklagt Politik auf Kosten der Bürger

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Düsseldorfer Landtag, Markus Wagner, kommentierte diese Entwicklung gegenüber der JUNGEN FREIHEIT. „Wir alle zahlen Steuern und erwarten dafür zurecht innere Sicherheit. Doch die wird nicht ausreichend geliefert. Statt dessen müssen die Bürger nun auch noch immer häufiger zusätzlich für Sicherheitsdienste und einbruchssichere Türen bezahlen. Das ist buchstäblich Politik auf Kosten der Bürger.“

Wagner, der zugleich innenpolitischer Sprecher seiner Fraktion ist, betonte mit Blick auf die Kriminalitätsstatistik: „Wenn etablierte Innenminister sich für angeblich weniger Straftaten loben, sollten sie nicht vergessen, daß dafür auch die Bürger durch Sicherheitsschlösser, Bewegungsmelder und Alarmanlagen selbst gesorgt haben.“

In der jüngsten Vergangenheit hatte gerade die Clan-Kriminalität durch zumeist türkische und arabische Großfamilien in dem Bundesland zugenommen. So gab Innenminister Herbert Reul (CDU) im vergangenen Jahr bekannt, daß die Sicherheitsbehörden im Vergleich zu 2018 eine Zunahme von 12,7 Prozent an Straftaten und 13,4 Prozent Tatverdächtigen bei dieser Form der Kriminalität verzeichneten. Bereits 2018 hatte das LKA davor gewarnt, daß die Clans ihre Aktivitäten auch auf den ländlichen Raum ausweiteten. (ag)

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