Langen Müller Josef Kraus Der deutsche Untertan
Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, fordert die vier-Tage-Woche Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, fordert die vier-Tage-Woche Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Arbeitswelt und Corona-Krise
 

Linken-Chefin Kipping plädiert für vier-Tage-Woche

BERLIN. Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hat vor dem Hintergrund der Corona-Krise zur Einführung der vier-Tage-Woche aufgerufen. „Die vier-Tage-Woche macht Beschäftigte glücklicher, gesünder und produktiver. Gerade jetzt in der Corona-Krise wäre ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen,“ sagte sie der Rheinischen Post.

Die Bundestagsabgeordnete zeigte sich überzeugt davon, daß so auch die Unternehmen profitierten. Denn die Mitarbeiter machten weniger Fehler, seien motivierter und seltener krank.

Zehn Millionen Deutsche von Kurzarbeit betroffen

Nach Kippings Vorstellung könnten Firmen zur Umsetzung der Maßnahme eine Anschubfinanzierung in Form eines neuen Kurzarbeitergeldes erhalten. Durch einen Lohnzuschuß sollten die Arbeitgeber für ein Jahr dabei unterstützt werden, die Arbeitszeit entsprechend zu verkürzen. Anschließend müsse durch einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung die vier-Tage-Woche mit einer Höchstarbeitszeit von 30 Stunden ohne staatliche Zuschüsse abgeschlossen werden.

Während der vergangenen Monate haben Unternehmen in Deutschland für mehr als zehn Millionen Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Das ist ein neuer Rekordwert. Dadurch könnten sich die staatlichen Ausgaben für das Kurzarbeitergeld laut Arbeitsagentur in diesem Jahr auf rund 30 Milliarden Euro belaufen. (ag)

Die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, fordert die vier-Tage-Woche Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
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