Die Sankt Elias Kathedrale in Aleppo vor ihrer Zerstörung (Archivbild) Foto: picture alliance/imageBROKER
Christen im Nahen Osten

Syrien: Kathedrale von Aleppo nach Wiederaufbau eingeweiht

ALEPPO. Nach jahrelangen Bauarbeiten ist die maronitisch-katholische Kathedrale Sankt Elias im syrischen Aleppo wieder eingeweiht worden. „Die Eröffnung unserer Kathedrale ist eine Botschaft für die Christen in Aleppo und der ganzen Welt. Der Wiederaufbau ist ein Beweis, daß wir trotz unserer schwindenden Zahl immer noch in diesem Land leben. Unsere Stimmen werden Gott an diesem Ort trotz aller Schwierigkeiten weiterhin loben“, teilte Erzbischof Joseph Tobji mit.

Das Gotteshaus war während des Syrienkrieges durch Kampfhandlungen schwer beschädigt worden. 2013 versuchten islamistische Krieger, das christliche Wahrzeichen zu zerstören. Nach deren Vertreibung begann der durch das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützte Wiederaufbau.

Patriarch: Christen fühlen sich vom Westen verlassen

Der Präsident von „Kirche in Not“, Thomas Heine-Geldern, sagte in einer Video-Botschaft an die Teilnehmer der Eröffnungsfeierlichkeiten: „Wir sehen die Sankt Elias Kathedrale und es ist ein Wunder. Es ist fantastisch, daß wir sie in ihrer alten Pracht wiedererstrahlt.“

Vor dem Krieg floh der Großteil der syrischen Christen. Derzeit leben laut „Kirche in Not“ nur noch ein Drittel davon im Land. Der syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III. Younan hatte anläßlich des diesjährigen Osterfestes beklagt, daß sich die Christen des Nahen Ostens vom Westen verraten fühlten. (ag)

Die Sankt Elias Kathedrale in Aleppo vor ihrer Zerstörung (Archivbild) Foto: picture alliance/imageBROKER

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