Polizei im Einsatz (Symbolbild) Foto: picture alliance/ZB
Vortäuschung einer Straftat

Angriff auf Soldaten war frei erfunden

BAD HERSFELD. Den angeblichen Angriff auf zwei Bundeswehrsoldaten im hessischen Bad Hersfeld am vergangenen Mittwoch hat es nicht gegeben. Die beiden Männer haben die Attacke durch ein „arabisch-orientalisch“ aussehendes Trio nur vorgetäuscht, sagte der Pressesprecher der Polizei Fulda der JUNGEN FREIHEIT.

Zunächst hatten die beiden Bundeswehrangehörigen angegeben, daß sie am Mittwoch morgen von drei Unbekannten mit ausländischem Aussehen beleidigt und bespuckt worden seien. Anschließend hätten die Täter sie angegriffen und leicht verletzt.

Soldaten logen aus Angst vor Verspätung

Am Freitag war einer der Soldaten erneut von der Polizei vernommen worden. In dem Gespräch verstrickte er sich in Widersprüche. Schließlich gab er zu, er und sein Kamerad hätten den Vorfall erfunden.

Als Motiv gab er an, daß sie Angst gehabt hätten, zu spät zum Dienst zu erscheinen. Aus Sorge vor dienstrechtlichen Konsequenzen heckten sie gemeinsam die Lüge vom Überfall aus. Die Prellungen und Schürfwunden brachten sie sich selbst bei. Die beiden Soldaten müssen sich nun wegen Vortäuschens einer Straftat verantworten. (ag)

Polizei im Einsatz (Symbolbild) Foto: picture alliance/ZB

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