Handgranatenfund auf Asylgelände: Ermittlungen laufen in alle Richtungen Foto: dpa
Villingen-Schwenningen

Entsetzte Reaktionen nach Handgranatenfund auf Asylgelände

VILLINGEN-SCHWENNINGEN. Der Fund einer Handgranate auf dem Gelände einer Asylunterkunft in Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg hat für entsetzte Reaktionen gesorgt. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) zeigte sich erschüttert: „Das Ausmaß der Gewalt ist erschreckend“, teilte er in Berlin mit.

„Wir können alle nur dankbar sein, dass dieses Mal niemand verletzt wurde.“ Maas forderte, es dürfe nicht gewartet werden, „bis es die ersten Toten gibt“. Die Täter müßten „konsequent ermittelt und bestraft werden“.

Keine Hinweise zum Tathintergrund

In der Nacht auf Freitag hatten Unbekannte nach Angaben der Polizei gegen 1.15 Uhr eine scharfe Handgranate über den Zaun einer Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Villingen-Schwenningen geworfen. Die Grante war aber nicht explodoert. In der Erstaufnahmeeinrichtung befinden sich rund 170 Asylbewerber, von denen 20 kurzzeitig ihre Zimmer verlassen mußten.

Der Sicherheitsdienst hatte die Handgranate entdeckt und die Polizei verständigt. Der Sprengkörper sei zwar mit Sprengstoff gefüllt gewesen, „ob ein Zünder vorhanden war, ist bislang nicht bekannt“, teilte die Polizei mit. Die Granate wurde gegen 5 Uhr gezielt zur Explosion gebracht.

Bislang lägen keine Hinweise zum Tathintergrund vor, hieß es von Seiten der Polizei, die eine Sonderkommission „Container“ eingerichtet hat. „Die Ermittlungen laufen in alle Richtungen.“ (ls)

Handgranatenfund auf Asylgelände: Ermittlungen laufen in alle Richtungen Foto: dpa

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