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Verteidigungsministerium
Verteidigungsministerium: Noch ein Spion entdeckt Foto: dpa

Geheimdienstaffäre weitet sich aus
 

Weiterer US-Spitzel in Berlin enttarnt

BERLIN. Deutsche Sicherheitsbehörden haben einen weiteren mutmaßlichen Spion der Amerikaner enttarnt. Entsprechende Medienberichte wurden von der Bundesanwaltschaft am Mittwoch bestätigt. Derzeit werden die Wohnung und der Arbeitsplatz des Mannes durchsucht, der im Verteidigungsministerium beschäftigt sein soll.

Das für die Überwachung der Geheimdienste zuständige Parlamentarische Kontrollgremium berät seit Mittag über den Fall. Bereits in der vergangenen Woche war ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes aufgeflogen, der für 25.000 Euro mehr als 200 Dokumente an einen amerikanischen Geheimdienst übergeben hatte, darunter auch Papiere zum NSA-Untersuchungsausschuß des Bundestags.

CIA-Chef ruft im Kanzleramt an

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte im Vorfeld der neuesten Enthüllungen entsetzt auf die US-Spionage in Deutschland reagiert. „Es wäre höchst beunruhigend, wenn es munter mit dem Bespitzeln weiterginge, während wir gerade dabei sind, die NSA-Abhöraktivitäten aufzuarbeiten, und dafür im Bundestag einen Untersuchungsausschuß eingerichtet haben“, sagte er der Saarbrücker Zeitung.

Unterdessen wurde bekannt, daß CIA-Chef John Brennan im Bundeskanzleramt angerufen hat und dort mit dem Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche sprach. Über den Inhalt der Unterredung wurde nichts bekannt. (ho)

Verteidigungsministerium: Noch ein Spion entdeckt Foto: dpa
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