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Vorwurf der Schwulenfeindlichkeit
 

Volker Beck fühlt sich von Lokalpolitikerin bedroht

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Grünen-Politiker Volker Beck: Fühlt sich von Lokalpolitikerin bedroht Foto: Wikimedia/Eilmeldung mit CC-Lizenz https://tinyurl.com/3hth25

LEIPZIG. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck fühlt sich durch angeblich homosexuellenfeindliche Äußerungen einer sächsischen Lokalpolitikerin bedroht. Grund ist ein der Schreiben der Gemeinderätin Cordula Drechsler, die im Gemeinderat des sächsischen Bad Lausick einer FDP-Fraktion angehört. In diesem macht sie Beck auf die Gefahren der der muslimischen Zuwanderung für Homosexuelle aufmerksam.

Sie schrieb Beck in einer E-Mail, die der JUNGEN FREIHEIT vorliegt, unter anderem: „Sie sollten sich in Zukunft überlegen, ob sie nach Rußland fahren und auch in Deutschland dürfte Ihr Leben schwerer werden im (noch nicht) von Muslimen komplett dominierten Berlin (dann werden Sie auch ein schweres Leben haben).“ Drechsler spielt damit  auf Teilnahme des Grünen-Politikers an einer nicht genehmigten Homosexuellen-Demonstration 2006 in Moskau an, bei dem der Parlamentarier leicht verletzt wurde.

Parteiausschluß „bis Monatsende“ gefordert

Die Politikerin schrieb weiter, das deutsche Wählervolk benötige keine Abgeordneten wie Volker Beck. Sie beendet ihren Brief angebich „mit heterosexuellen Grüßen aus dem erzkonservativen Freistaat Sachsen“.

Beck forderte den FDP-Bundesvorsitzenden Philipp Rösler auf, Drechsler bis Monatsende „aus der FDP-Fraktion in Bad Lausick in Sachsen zu werfen und jede Zusammenarbeit mit dieser Frau zu beenden“. Auch verlangte der Grünen-Politiker den umgehenden Parteiausschluß von Drechsler, da dieses „gefährliche Maß an unverbesserlichen Menschenhaß“ im demokratischen Parteienspektrum „nichts verloren“ habe.

Drechsler weist Kritik zurück

Die sächsische FDP teilte mit, Drechsler sei bereits seit 2010 nicht mehr Mitglied der Partei. „Es ist offensichtlich, daß die haßerfüllten Äußerungen von Frau Drechsler weder inhaltlich noch vom Niveau her etwas mit der FDP zu tun haben“, betonte Generalsekretär Torsten Herbst. Zudem werde man alle juristischen Mittel nutzen, um der Politikerin zu verbieten, weiter zu behaupten, sie habe etwas mit der Partei zu tun.

Drechsler selbst wies gegenüber der JUNGEN FREIHEIT die Kritik an ihrem Schreiben zurück: „Ich bin allerdings schon sehr überrascht darüber, wie sich Herr Beck durch eine harmlose E-Mail bedroht fühlt und zur Hexenjagd bläst.” Als Mutter von zwei Kindern finde sie es falsch, wenn Homosexuelle versuchten, der Bevölkerungsmehrheit ihren Lebensstil aufzuziwngen. (FA/ho)

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