Bildschirmfoto_2012-05-14_um_13.28.47

Christentum
 

Gericht: Piusbrüder dürfen kein Internat betreiben

Bildschirmfoto_2012-05-14_um_13.28.47
Richterhammer und…
Piusbruderschaft_Stuttgart_10.5.12_linke_Seite
…beschmierte Kirchenfassade Fotos: Thorben Wengert/pixelio.de und Privat

SAARLOUIS. Das Verwaltungsgericht des Saarlandes hat den Piusbrüdern die Betriebserlaubnis für ein Internat in Saarbrücken verweigert. Die traditionalistische Gemeinschaft hatte gegen eine Entscheidung des saarländischen Sozialministeriums geklagt, die den Piusbrüdern eine mangelnde Zuverlässigkeit unterstellt hatte.

Das Gericht folgte in seinem Urteil den Bedenken der Behörden. So könne das „Wohl der Kinder und Jugendlichen nicht gewährleistet“ werden, da die Betreuer des Don-Bosco-Schulvereins angeblich nicht über „nicht über die erforderliche persönliche und fachliche Eignung“ verfügten. Die Betriebserlaubnis für ein früheres Internat war im Frühjahr 2010 widerrufen worden, da dort statt acht insgesamt 18 Schüler untergebracht worden sein sollen.

Schulverein kritsiert Behörden

Der Don-Bosco-Schulverein zeigte sich enttäuscht über das Urteil. „Weitere rechtliche Schritte behalten wir uns vor“, sagte der Geschäftsführer, Pater Christian Schneider, am Samstag. Derzeit werde an einer „guten Internatslösung“ gearbeitet.

Schneider warf dem Sozialministerium zudem eine fehlende Kommunikationsbereitschaft vor. So habe das Landesjugendamt im Vorfeld eine „Gesprächsverweigerungshaltung“ an den Tag gelegt. Der Don-Bosco-Schulverein betreibt im Saarland seit mehr als 16 Jahren auch eine Grundschule und eine Erweiterte Realschule.

Linksextremisten beschmieren Pius-Kirche

Bereits in der vergangenen Woche wurden die Piusbrüder Opfer eines linksextremen Übergriffs. Unbekannte hatten die Fassade der Barockkirche St. Maria Himmelfahrt in Stuttgart mit Farbbeuteln beworfen. Im Internet bekannten sich Anhänger der linken Szene zu der Tat. Mit der Kirchenschändung sei ein Zeichen „für eine befreite Gesellschaft ohne Fremdenhaß und Diskriminierung“ gesetzt worden.

Die Piusbrüder reagierten entsetzt auf den Angriff: „Wahrscheinlich zum ersten Mal nach dem Ende der braunen und roten Diktatur in Deutschland wurde damit ein Sakralbau offen von kommunistischen Sympathisanten angegriffen und geschändet. Es wurde Anzeige erstattet, die Behörden ermitteln.“ (ho)

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles