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Berlin
 

Linksextreme drohen SPD mit Gewalt

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Berlins Innensenator Ehrhart Körting: „gegen alle, die der kapitalistischen Barbarei entgegentreten“ Foto: JF

BERLIN. Linksextreme haben in Berlin offen mit gewalttätigen Aktionen gegen die SPD im allgemeinen und Innensenator Ehrhart Körting (SPD) im besonderen gedroht. Mehreren Presseberichten zufolge sei in einer E-Mail angekündigt worden, man werde dem „SPD-Senat am 1. Mai die Steine ins Gesicht werfen“.

In dem Schreiben bezichtigen sich die „eine autonome Gruppe“ nennenden Absender außerdem der jüngsten Attacke auf ein Parteibüro. Laut Polizei hatten am frühen Montagmorgen mehrere Jungendliche drei Fensterscheiben der SPD-Landesgeschäftsstelle im Stadtteil Wedding zerstört. Die Täter konnten unerkannt entkommen, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Persönlich verantwortlich

Die Verfasser der Drohungen werfen dem sozialdemokratischen Innensenator „staatliche Repressionen“ gegen Linke vor. Er hetze demnach „gegen alle, die der kapitalistischen Barbarei entgegentreten“ und sei persönlich verantwortlich für „die ständigen Todesfälle bei Polizeieinsatz und im Knast“.

Hintergrund des Zorns in der linksextremen Szene ist offensichtlich das allmähliche Umsteuern des Berliner Senats bei der Beurteilung politisch links motivierter Gewalttaten in der deutschen Hauptstadt. (vo)

> Mai-Krawalle: Berliner Innensenator verteidigt Deeskalationsstrategie

> Kampf gegen linke Gewalt gefordert

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