logo_property_default

Zuwanderung
 

Zahl der Asylbewerber gestiegen

logo_property_default
Logo des Bundesamts: 1.072 Personen dürfen in Deutschland bleiben

BERLIN. Die Zahl der Personen, die in Deutschland einen Asylantrag stellten, ist im Juli deutlich gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Bundesinnenministerium am Dienstag veröffentlichte.

Demnach wurden im vergangenen Monat 2.539 sogenannte Asylerstanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Das entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme um 30,1 Prozent (plus 587 Anträge) und gegenüber dem Juli 2008 um 41,6 Prozent (plus 746 Anträge).

Zwischen Januar und Juli 2009 beantragten insgesamt 15.028 Ausländer Asyl in Deutschland. Das sind 17,1 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres, als12.838 Anträge gestellt worden waren.

Neben den 2.539 Personen, die im Juli 2009 erstmals Asyl beantragt haben, wurden 467 sogenannte Folgeanträge nach Rücknahme oder Ablehnung eines früheren Asylantrags gestellt.

Nur 35 Asylanträge anerkannt

Über insgesamt 2.819 Asylanträge hat das Bundesamt im Juli entschieden. Danach dürfen 1.072 Personen in Deutschland bleiben, von denen allerdings lediglich 35 als Asylberechtigte anerkannt worden sind. 852 Personen erhalten Flüchtlingsschutz nach der Genfer Flüchtlingskonvention.

Bei 185 Antragstellern stellte die Behörde ein Abschiebeverbot fest, weil beispielsweise „im Herkunftsland die Todesstrafe, Folter oder andere unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Bestrafung oder eine erhebliche Gefahr für Leib, Leben oder persönliche Freiheit konkret droht“.

Die überwiegende Zahl der Asylsuchenden kam im vergangenen Monat aus dem Irak (647) oder aus Afghanistan (324). An dritter und vierter Stelle der Herkunftsstaaten rangieren die Türkei sowie das Kosovo. (vo)

Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles