KÖLN. Die sieben Personen, die im Zusammenhang mit der schweren Schießerei und Messerstecherei am späten Montagabend in Köln festgenommen wurden, sind alle wieder frei. Die Voraussetzungen für Haftbefehle hätten nicht vorgelegen, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mit. Der „notwendige Verdachtsgrad“ sei nicht zu begründen gewesen. Denn man habe nicht herausfinden können, welcher Person welche Tat zuzurechnen sei.
Bei dem aufsehenerregenden Verbrechen auf der Berliner Straße waren im Stadtteil Mülheim zwei Großfamilien aufeinander losgegangen. Vier Personen waren schwer verletzt worden – zwei durch Schüsse, zwei durch Messerstiche. Obwohl die Tat auf offener Straße stattfand, habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden, teilte die Polizei mit. Die Nationalität der Beteiligten hatten die Ermittler nicht genannt. Die Stadt Köln hat sich gerade erst geweigert, rund 500 ausreisepflichtige Migranten abzuschieben (JF berichtete).
Nun lässt die Staatsanwaltschaft alle Verdächtigen laufen, will aber den Fall nicht zu den Akten legen: „Ungeachtet dessen dauern die Ermittlungen zum Ablauf und zum Motiv der Auseinandersetzung an“, sagte der Sprecher.
Motiv für Kölner Tat weiter unklar
Polizisten hatten zunächst die vier Verletzten sowie zwei 19-Jährige und einen 21-Jährigen festgenommen. „Es ist davon auszugehen, dass es offenbar zwischen den beiden beteiligten Familien im Vorfeld nicht unerhebliche Streitigkeiten gab“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Auch beim Motiv tappe man noch im dunkeln. Bild hatte geschrieben, im Vorfeld der Tat sei zu es zu einem sexuellen Übergriff gekommen. Das sei zwar „nicht auszuschließen“, teilte der Sprecher mit. An entsprechenden Spekulationen wolle er sich aber nicht beteiligen.
Hauptziel der Ermittlungen sei es nun, das Geschehen so zu rekonstruieren, dass geprüft werden kann, wem welche mögliche Tat zugerechnet werden kann. Es gebe auch Hinweise, dass möglicherweise noch weitere Personen in die Auseinandersetzung verwickelt gewesen seien. (fh)





