LONDON. Eine Anhängerin der linksextremen Organisation Extinction Rebellion hat mit verächtlichen Aussagen über die mutmaßliche linksextremistisch motivierte Ermordung der konservativen Politikerin Ann Widdecombe in Großbritannien für Entsetzen gesorgt. Es gebe „eine Menge Leute“, die ihre Ermordung „nicht betrauern würden“, sagte die 25jährige Daze Aghaji während einer Sendung der BBC.
Zwar sei Widdecombe „auf eine traurige Art aus ihrem Leben geschieden“, aber es gebe „viele Kontroversen darüber, wie sie ihr politisches Leben gelebt“ habe. Sie selbst glaube daran, dass politische Einstellungen auch immer die Werte spiegeln würden, die ein Mensch lebe. Es sei daher „unangemessen, nicht zu erwähnen“, dass sich das Mordopfer etwa gegen „die Rechte der LGBTQ-Gemeinschaft“ ausgesprochen habe, betonte Aghaji.

Der Schattenkulturminister Nigel Huddleston der Tories, der während der Sendung ebenfalls anwesend war, reagierte sichtlich entsetzt. „Um ehrlich zu sein, bin ich ein bisschen schockiert, das zu hören, und ich glaube, Sie werden bereuen, was Sie da gerade gesagt haben“, erklärte er. Es mache ihn „traurig“, neben Aghaji sitzen zu müssen.
Reform-Politiker: „Wirklich widerwärtig, völlig geschmacklos“
Die Linksextremistin antwortete, als „queere“ Person habe sie selbst unter den Aussagen Widdecombes leiden müssen. „Sie ist Teil der Partei Reform UK, und als jemand, der im letzten Jahr die Rassenunruhen miterleben musste, haben ihre Handlungen dazu beigetragen, dass viele Menschen in meiner Gemeinde ein sehr schweres Leben führen.“
Auch andere bekannte Persönlichkeiten des Landes reagierten schockiert auf die Äußerungen Aghajis. Der Sprecher der Nachrichtensendung GB News, Patrick Christys, schrieb auf X, die Linksextremistin hielte eine „Tirade darüber, was für ein schlechter Mensch Ann ihrer Meinung nach war“. Ein Politiker der rechtskonservativen Partei Reform UK, Matt Goodwin, bezeichnete es als „wirklich widerwärtig, völlig geschmacklos“ und „empörend, dies nach Anns Tod in der BBC zu zeigen“.
A ‘queer environmental activist’ describes Ann Widdecombe apparently being bludgeoned to death in her own home as ‘quite a sad way to go out’, launches into a statement about what a bad person she thought Ann was and says many people won’t grieve for her. pic.twitter.com/E1bvtP2GbI
— Patrick Christys (@PatrickChristys) July 13, 2026
Ex-Labour-Kandidatin jubelt über Mordanschlag
Bereits zuvor hatten linksextreme Akteure angesichts der Bluttat mit Jubelreaktionen für Aufsehen gesorgt. Gegen eine transsexuelle ehemalige Labour-Kandidatin und Mitarbeiterin der University of Aberdeen, die sich Heather Herbert nennt, wird derzeit ermittelt, nachdem sie in sozialen Netzwerken geschrieben hatte, der Tod Widdecombes sei „eine gute Nachricht“, und diese habe hoffentlich einen „extrem schmerzhaften Tod“ erlitten. „Ich hoffe, sie war mit Handschellen an das Bett gefesselt, während sie vor Qualen schrie.“
Vergangene Woche hatte der britische Premierminister auf Abruf, Keir Starmer (Labour), sein Entsetzen über die Ermordung bekundet. „Das sind schockierende Nachrichten“, sagte Starmer. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Politikerin.
The whole country will be utterly shocked by the awful news about the circumstances of Ann Widdecombe’s death.
Today we come together across the political divide and I pay tribute to Ann’s dedication during her many years of public service.
My thoughts and deepest condolences… pic.twitter.com/hXps6A9s78
— Keir Starmer (@Keir_Starmer) July 10, 2026
(lb)




