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Massenmigration in die EU: Abertausende Nordafrikaner überrennen spanische Exklave – Sánchez reagiert gelassen

Massenmigration in die EU: Abertausende Nordafrikaner überrennen spanische Exklave – Sánchez reagiert gelassen

Massenmigration in die EU: Abertausende Nordafrikaner überrennen spanische Exklave – Sánchez reagiert gelassen

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schaut verschlagen, daneben stürmen Migranten den Strand von Ceuta
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez schaut verschlagen, daneben stürmen Migranten den Strand von Ceuta
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, Migranten am Strand von Ceuta. Foto: picture alliance / abaca | Europa Press/ABACA / Screenshot / Montage: JF
Massenmigration in die EU
 

Abertausende Nordafrikaner überrennen spanische Exklave – Sánchez reagiert gelassen

Ceuta wird von Migranten überrannt, nun verspricht Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez schnelle Hilfe. Während der Sozialist kein „Risiko“ sieht, spricht die rechte Opposition von einer einer „Invasion“. Derzeit erhalten Hunderttausende Illegale in dem Land Aufenthaltsgenehmigungen.
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CEUTA/MADRID. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez (Partido Socialista Obrero Español) hat angesichts des Migrantenansturms auf die spanische Exklave Ceuta (JF berichtete) angekündigt, „unverzüglich auf die Lage reagieren“ zu wollen. „Wir mobilisieren alle erforderlichen Ressourcen, arbeiten mit marokkanischen und internationalen Behörden zusammen und bereiten die notwendigen Maßnahmen vor, um so schnell wie möglich wieder zur Normalität zurückzukehren“, schrieb der Politiker auf X. Ein „Risiko für den nationalen Zivilschutz“ sehe er allerdings nicht, erklärte er der Zeitung El País.

Kritiker warfen ihm vor, die Situation selbst kreiert zu haben. Die spanische Regierung hatte in diesem Jahr bekannt gegeben, den Aufenthaltsstatus von etwa einer halben Million Migranten legalisieren zu wollen (JF berichtete). Konservative Kräfte wie die Vox oder Partido Popular hatten anschließend Alarm geschlagen.

Der Vorsitzende von Vox, Santiago Abascal, sprach angesichts der Lage von einer „Invasion“. Die Migranten kämen nicht, „um vor Krieg oder Armut zu fliehen“. Es handele sich um Männer im wehrfähigen Alter, „die von der korrupten Regierung unter Pedro Sánchez dazu aufgerufen wurden, unsere Grenzen zu stürmen, damit sie anschließend durch die Straßen Spaniens ziehen und ‘Viva Pedro Sánchez’ rufen können“. Sánchez sei für „jede Vergewaltigung und jeden Messerangriff“ verantwortlich, die von den Migranten begangen würden.

Videos zeigen hereinströmende Menschenmassen

Währenddessen kursieren in den sozialen Medien Videos der Situation in Ceuta. Darauf ist zu sehen, wie riesige Mengen nordafrikanischer Männer am Strand des Ortes ankommen und durch die Tore eines Gebäudekomplexes strömen, der sich in der Exklave befinden soll.

Zuvor hatte der örtliche Regierungschef Juan Jesús Vivas ein Urteil des Obersten Gerichtshofs kritisiert, das es verbietet, über den Seeweg eingetroffene Migranten sofort und ohne Prüfung ihres Falls zurückzuschicken. Lediglich bei Personen, die gewaltsam Grenzzäune überwinden, ist es gesetzlich erlaubt, sie unter bestimmten Voraussetzungen nach Marokko zurückzuschicken. Da Migranten, die über den Seeweg in spanisches Staatsgebiet eindringen, technisch gesehen keine Grenzsicherung überwinden, gilt diese Regel nach spanischem Gesetz für sie nicht. Auf den Großteil der Migranten, die derzeit nach Ceuta kämen, träfe dies zu.

(lb)

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, Migranten am Strand von Ceuta. Foto: picture alliance / abaca | Europa Press/ABACA / Screenshot / Montage: JF
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