CHAM. Ein 21jähriger Syrer hat in einem Freibad im bayerischen Cham als Hauptaggressor einer Männergruppe für einen Polizeieinsatz gesorgt. Die zehnköpfige Gruppe war am Sonntag gegen 17 Uhr am Sprungturm aufgefallen, weil sie laut Stadt „äußerst aggressiv“ auftrat und ohne Rücksicht auf andere Badegäste ins Wasser sprang.
Ein Mitarbeiter forderte die Männer auf, leiser zu sein. Danach soll die Lage eskaliert sein. Einer der Beteiligten pöbelte demnach einen Schwimmmeister an. Der stellvertretende Betriebsleiter der städtischen Bäder, Erwin Zankl, zitierte ihn mit den Worten: „Wer bis du? Was willst du?“
Um eine Zwei-gegen-zehn-Situation und weitere Eskalation zu verhindern, rief das Personal die Polizei. Die Beamten kamen mit mehreren Streifenwagen. „Wir haben die Stadt bei der Durchsetzung des Hausrechts unterstützt“, sagte Marco Müller, stellvertretender Dienststellenleiter der Polizei Cham, der Mittelbayerischen Zeitung.
Syrer und seine Bande erhielten Hausverbot
Die Gruppe verließ das Gelände anschließend ohne weiteren Widerstand. Nach Angaben Zankls erhielten die Beteiligten Hausverbot. Der stellvertretende Betriebsleiter sagte zugleich, es fielen zwar oft ausländische Badegäste negativ auf, solche Vorfälle gebe es aber auch bei deutschen Jugendlichen.
Auffällig sei, dass „der Status Bademeister eigentlich nicht mehr zählt“. Gerade bei Eltern sei man schnell „der Böse“, wenn man ein Kind etwa ermahne, nicht vom Beckenrand zu springen. (rr)







